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Billie Eilish spricht über ihre psychischen Probleme

von Anna Janssen

2 AUGUST 2019

Entertainment

Die 17-jährige Sängerin hat dem Musikmag «Rolling Stone» tiefe Einblicke in ihr Leben gewährt. Eines der Hauptthemen ist dabei ihre mentale Gesundheit.

Billie Eilish ist auf dem Cover der neuen "Rolling-Stone"-Ausgabe und hat für ein Interview einen Reporter des Magazins zu sich nach Hause eingeladen.

Beim Gespräch im Wohnzimmer der Familie erzählte die 17-Jährige offen von den Problemen, die sie in der Vergangenheit hatte. Die fünf spannendsten Aussagen.

  • Vom Tanzen bekam Billie Körperdysmorphie
    Billie tanzte jahrelang Ballett, Jazz, Hip-Hop sowie Stepp- und zeitgenössischen Tanz. Als sie mit 12 Jahren in eine kompetitive Tanzschule aufgenommen wurde, habe ihre Körperdysmorphie, so nennt man eine Störung in der Wahrnehmung des eigenen Körpers, begonnen. In der Schule seien viele hübsche Mädels gewesen, was sie total verunsichert habe, erklärt die Sängerin: "Ich war nicht einfach normal wie die anderen." Die engen Tanz-Klamotten verstärkten ihre Unsicherheit. Ständig machte sie sich Sorgen um ihr Aussehen, teilweise war es so schlimm, dass sie nicht mal in den Spiegel schauen konnte.
  • Wegen einer Verletzung wurde sie depressiv
    Als 16-Jährige tanzte sie bereits im Hip-Hop Kurs mit dem höchsten Niveau. Doch ihr Körper machte das anstrengende Training nicht mit – ihre Wachstumsplatte in der Hüfte brach. Durch die schlimme Verletzung musste sie ganz mit dem Tanzen aufhören, wodurch Billie in ein tiefes Loch fiel. "Ich hatte eine selbstverletzende Phase. Ich glaubte, ich hätte Schmerzen verdient", erklärt die Amerikanerin. In der Zeit begann aber auch ihre Karriere durchzustarten und es wurde wieder besser. 17 sei bisher das beste Alter ihres Lebens gewesen, sagt Billie zufrieden.
  • Billie hat seit dem Durchbruch schlimme Albträume
    Billie habe schon immer Angst vor tiefem Wasser oder ihrem Schrank in der Nacht gehabt. Bis heute springe sie jeden Abend ins Bett – denn es könne ja ein Monster unterm Bett auf sie warten. Seitdem ihre Karriere durchgestartet ist, seien die Albträume viel schlimmer geworden. Obwohl sie Aufmerksamkeit immer geliebt habe, habe sie Schwierigkeiten mit dem Ruhm klar zukommen. Horrorfilme zu schauen sei jetzt ein No-Go: "Das bringt mich total aus dem Konzept", sagt sie. Diese Ängste verarbeitet sie oft in ihren Songs.
  • Beim Gedanken ans Touren musste sie sich übergeben
    "Ich habe mich nie hoffnungsloser gefühlt", beschreibt Billie die Woche vor ihrer diesjährigen Welttour. Es sei das erste Mal in ihrem Leben gewesen, dass sie an Panikattacken gelitten habe – und das gleich täglich. "Ich habe jede Nacht zwei Stunden geweint", so die 17-Jährige. Die Attacken waren laut Billie so intensiv, dass sie sich teils davon übergeben musste. Mittlerweile – einige Therapiesitzungen und ein Tourbus-Upgrade später – konnte Billie sich mit dem Touren abfinden. Sie hat jetzt ein eigenes Schlafzimmer und eine Dusche sowie einen "Friends Bus", damit ihre Freunde sie auf der Tournee besuchen können.
  • Sie fühlt sich zu Hause nicht mehr sicher
    Die 17-jährige Sängerin wohnt mit ihren Eltern im 2-Schlafzimmer-Haus der Familie in Los Angeles. Doch seitdem ihre Adresse vor kurzem im Internet veröffentlicht wurde, fühle sich Billie dort nicht mehr sicher. Denn nebst ein paar Fans stand plötzlich auch ein gruseliger alter Typ vor der Tür. Eine Weile schlief deswegen ein Bodyguard im Wohnzimmer. "Es war wirklich traumatisierend", erzählt Billie. "Ich fühle mich in meinem Zuhause absolut nicht mehr sicher, was scheisse ist. Denn ich liebe mein Haus."
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