weltbienentag
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4 Ideen, wie ihr den Bienen helfen könnt

von Gloria Karthan

20 MAI 2019

Life

Am 20. Mai ist Weltbienentag. Darum kommen hier vier Vorschläge, was wir machen können, damit es unseren Bienen besser geht.

Dem kleinsten Nutztier gehts schlecht. Fiese Parasiten, der Gebrauch von Insektiziden und der Klimawandel sind unter anderem Schuld, dass der Bestand an Honigbienen zurückgeht. Um auf die Wichtigkeit der Bienen aufmerksam zu machen, gibts seit vergangenem Jahr den Weltbienentag der Vereinten Nationen. Denn wir Menschen sind auf die fleissigen Insekten angewiesen, um nicht zu verhungern: 75 Prozent der globalen Nahrungsmittelpflanzen sind von der Bestäubung, etwa durch Bienen, abhängig.

Obwohl wir mit Bienen häufig nur Honigbienen identifizieren, sind Wildbienen noch wichtiger für den Anbau unserer Früchte und Gemüse: Sie fliegen bereits im Frühling, wenns den Honigbienen noch zu kalt und nass ist. In der Schweiz gibts über 600 verschiedene Wildbienenarten, denen es zunehmend schlechter geht. Zum Vergleich: Säugetierarten gibts auf der Welt gerade mal rund 5500.

Während Forschende grad alles daran setzen, das Bienensterben und den Rückgang der Wildbienenarten zu stoppen, können wir alle auch etwas dazu beitragen, dass es den heimischen Bestäubern besser geht. Etwa mit diesen vier Tipps.

1. Schaut euch "More than Honey" an

Der Winterthurer Regisseur Markus Imhoof hat 2012 mit "More than Honey" den erfolgreichsten Schweizer Dokumentarfilm aller Zeiten gedreht. Der Film zeigt die Auswirkungen des Bienensterbens rund um den Globus und wie die Tiere in Massen gehalten werden – mit eindrücklichen Bildern aus dem Blick der Bienen. Dank Kameras auf Mini-Helikoptern hat man das Gefühl, mitten im Bienenschwarm zu sein. Der Film fasziniert einen für die geflügelten Insekten und zeigt auf, wie schützenswert sie sind.

"More than Honey" kann man für Fr. 4,50 auf iTunes leihen.

2. Gebt Wildbienen ein Zuhause

Das Schweizer Start-up Wildbiene und Partner verkauft sogenannte Beehomes – Mauerbienen-Kokons inklusive. Man platziert das Bienenhäuschen auf dem Balkon oder im Garten und wartet, bis die Insekten schlüpfen. Im Herbst senden Wildbienen-Paten ihr Hüsli an das Start-up zurück, welches sie von Parasiten befreit und überwintert. Die überschüssigen Kokons verleiht Wildbiene und Partner in grösseren Nistständen an Obstbauern. Und keine Sorge, Mauerbienen sind völlig harmlos: Sie stechen nicht und interessieren sich weder für Süssgetränke noch das Essen auf eurem Teller.

Beehome Observer mit Schublade zum Bienen beobachten, Fr. 175.- von  Wildbiene und Partner
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Beehome Observer mit Schublade zum Bienen beobachten, Fr. 175.- von Wildbiene und Partner

3. Bietet ihnen Nahrung an

Nicht alles, was schön aussieht, macht Bienen happy. Geranien duften zum Beispiel gut, bieten aber ähnlich wie Dahlien nur wenig Nahrung für Bienen. Wer einen Rasen hat, verwandelt ihn in eine artenreiche, hübsche Wildblumenwiese. Den Gemüsegarten kann man nach der Ernte möglichst vielfältig mit Blumen besähen.

Ihr habt nur einen kleinen Stadtbalkon? Auch gut. Folgende Pflanzen sorgen beispielsweise für einen bienenfreundlichen Lebensraum: Thymian, Basilikum, Lavendel, Kapuzinerkresse, Verbene, Margeriten und Sonnenblumen. Für Faule gibts mittlerweile sogar Samenmischungen mit herzigen Namen wie "Insektentreff" oder "Bienenschmaus".

Margeriten sind hübsch und machen Bienen happy.
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Margeriten sind hübsch und machen Bienen happy.

4. Übernehmt eine Bienenpatenschaft

Verschiedenste Unternehmen suchen Gottis oder Göttis für Bienenvölker. Meist kann man den Imker und sein Volk einmal besuchen und erhält regelmässig Honig als Dank für die Patenschaft. Das Ganze ist auch ein sinnvolles Geschenk, mit dem man lokale Imkereibetriebe fördert.

Zwei Kilo Honig gibts bei Rentabee: Die Patenschaft kostet Fr. 220.- pro Jahr

Die Interessengemeinschaft Biene ist ein Non-Profit Verein junger Imker: Ab Fr. 150.- gibts eine Patenschaft für ein Jungvolk

Die Bienen von Wabe3 wohnen auf stadtzürcher Dächern: Man kann ab Fr. 150.- Gotte oder Götti einer Drohne, Arbeiterin oder Königin werden und erhält dafür bis zu drei Kilogramm Honig

Bienen beim Imker
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Mit einer Patenschaft unterstützt ihr lokale Imkereien.

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