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6 Dinge, die jede Frau über ihren Ausfluss wissen sollte

von Gina Buhl

14 MAI 2019

Health

Schon mal überlegt, für was die weissliche Flüssigkeit eigentlich gut ist? Für so einiges, wie ihr gleich sehen werdet.

Wusstet ihr, dass die Vagina abgesehen von den Augen das einzige sich selbst reinigende Körperteil ist? Ziemlich beeindruckend, oder? Tatsächlich kümmert sich um die Hygienearbeiten nämlich der Ausfluss. Wie die Tränenflüssigkeit der Augen spült diese weisslich-milchige Flüssigkeit das ganze Zeug, das dort nicht hingehört, raus. So werden Infektionen verhindert und das saure Milieu der Scheide aufrecht erhalten – und das ist ja wohl ein ziemlich guter Service.

Unser Ausfluss hat aber noch weitere ziemlich wichtige Eigenschaften – welche das sind, und was es sonst noch zu wissen gibt, verraten wir hier.

  • Was ist eigentlich Ausfluss?
    Ein gesunder Ausfluss besteht aus Schleimhautzellen der Scheide, Mikroorganismen wie Bakterien und Drüsensekret aus dem Gebärmutterhals und hat einen pH-Wert von 3,8 bis 4,4 – ist also sauer. Ganze fünf Milliliter werden pro Tag gebildet. Bei Erregung oder viel Stress fliesst allerdings einiges mehr, um den Eisprung herum auch. Wenns da unten mal so richtig feucht wird, ist das also kein schlechtes Zeichen – vielmehr zeigt euch der Körper so, dass alles im grünen Bereich ist.
  • Was sagen Farbe und Konsistenz aus?
    Ausfluss sieht nicht immer gleich aus. Das liegt daran, dass er sich den Stadien eures Monatszyklus anpasst. Vor oder nach dem Eisprung kann der Ausfluss leicht gelblich-weiss und dickflüssig sein. Rund um den Eisprung wird er flüssiger und lässt sich besonders gut dehnen. Unser Körper hat die Konsistenz so eingerichtet, damit der Penis leichter rein– und die Spermien besser durchflutschen können. Der Ausfluss ist leicht bräunlich? Könnte daran liegen, dass sich die Gebärmutterschleimhaut bereits ein paar Tage vor der Mens ablöst. Rund um den Eisprung kanns übrigens auch passieren, dass ihr etwas Blut im Höschen entdeckt.
  • Und der Geruch?
    Eigentlich sollte euer Ausfluss nach wenig bis gar nichts riechen. Erschnuppert ihr aber doch einen strengeren Geruch und kommt dann auch noch unangenehmes Jucken, Brennen oder Schmerzen im Scheidenbereich dazu, ist das ziemlich verdächtig. Gut möglich, dass sich Bakterien oder Viren ausgebreitet und zu Entzündungen geführt haben. Auch auf Geschlechtskrankheiten deutet ein nicht ganz so angenehmer Geruch hin.
  • Wie viel ist normal?
    Eine rezeptgenaue Milliliter-Angabe gibt es bei der Ausfluss-Menge natürlich nicht. Jeder Frauenkörper produziert nämlich unterschiedlich viel davon und die Menge hängt wie oben erwähnt vom Zeitpunkt eures Zyklus ab. Grundsätzlich haben viele Frauen nach der Regelblutung, also am ersten Tag des Zyklus, kaum Ausfluss. Die Scheide kann sich sogar etwas trocken anfühlen. Erst ein paar Tage später wird wieder mehr Vaginalsekret produziert. Während der Schwangerschaft nimmt der Ausfluss gewöhnlich auch zu. Bei Frauen, die die Pille nehmen, bleibt er manchmal sogar ganz aus.
  • Wenn es wirklich so richtig viel ist?
    Dann verhütet ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der Spirale oder Schaumzäpfchen. Auch mechanische und chemische Reize, zum Beispiel eine vieeel zu enge High-Waist-Jeans oder ein zu stark parfümierter Weichspüler, können zu vermehrtem Ausfluss führen.
  • Was gibts sonst noch zu beachten?
    Vorsicht vor Duschgel und aggressiven Seifen. Die schaden dem sauren Milieu der Vagina und sorgen dafür, dass sich Bakterien viel leichter einnisten können. Die regelmässige Verwendung von Slipeinlagen kann den Ausfluss übrigens erhöhen. Die Vagina kann so nämlich nicht auf natürliche Weise "entlüften". Im schlimmsten Fall kann ein stickiger Zustand ein bakterielles Ungleichgewicht oder sogar eine Entzündung in der Vagina verursachen.
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