The Farewell
Courtesy of A24

5 asiatische Filme, die so gut sind wie "Parasite"

von Melanie Luu

11 FEBRUAR 2020

Entertainment

Der südkoreanische Film "Parasite" hat am Sonntagabend vier Oscars gewonnen. Wir haben ein paar asiatische Filme für euch, die genauso sehenswert sind.

"In the Mood for Love"

Darum gehts: Su und Chow sind Nachbarn. Die Frau von Chow arbeitet bis tief in die Nacht, der Mann von Su ist ständig auf Geschäftsreisen. Im Verlauf der Handlung tauchen subtile Hinweise auf, die darauf hindeuten, dass ihre beiden Ehepartner eine Affäre miteinander haben. Su und Chow nähern sich schliesslich an, um sich Trost zu spenden und herauszufinden, weshalb sie von ihren Partnern betrogen werden.

Der Regisseur: Wong Kar-Wai aus Hongkong

Erscheinungsjahr: 2000

Darum so gut: Wong Kar-Wai, der von Hollywoodgrössen wie Martin Scorsese oder Quentin Tarantino gefeiert wird, lässt das Ungesagte für sich sprechen. Die in Neonlicht getränkten Strassen von Hongkong, das chinesische Sixties-Interieur und die Kostüme machen den Film zu einem visuellen Meisterwerk.

"Oldeuboi"

Darum gehts: Oh Dae-Su wacht eines Tages in einer Gefängniszelle auf, mit keinerlei Erinnerung daran, wie er dort gelandet ist und was er verbrochen hat. Er versucht sich 15 Jahre lang ohne jegliche Verbindung zur Aussenwelt körperlich und geistig intakt zu halten, bis er sich schliesslich aus seiner Zelle befreit – und alles daran setzt, um sich bei seinen Entführern zu rächen.

Der Regisseur: Park Chan-Wook aus Südkorea

Erscheinungsjahr: 2003

Darum so gut: Der Film gewann 2004 den Grand Jury Preis in Cannes, mit Quentin Tarantino in der Jury. "Oldeuboi" ist vollgepackt mit einprägsamen Bildern und wurde unmittelbar nach seiner Erscheinung zu einem Filmklassiker. Nach "Parasite" gehört er zu den international bekanntesten Filme aus Südkorea.

"Still Human"

Darum gehts: Ein Mann mittleren Alters, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, wird von seiner Familie verlassen. Sein einziger sozialer Kontakt ist seine philippinische Pflegeangestellte, mit der er sich kaum verständigen kann. Die beiden lernen einander kennen und erfahren dabei auch immer mehr über sich selbst.

Die Regisseurin: Chan Siu Kuen aus Hongkong

Erscheinungsjahr: 2018

Darum so gut: Der Debütfilm der 33-jährigen Regisseurin Siu Kuen zeigt ihre Beobachtungsgabe am Leben einer philippinischen Pflegeangestellten (von denen es sehr viele gibt in Hongkong). Sie hat bereits einen Award als beste Newcomer-Regisseurin an den Asian Film Awards gewonnen und ist sichere Anwärterin für weitere Auszeichnungen der Hong Kong Film Awards im April.

"Nobody knows"

Darum gehts: Eine alleinstehende Mutter zieht mit ihren vier Kindern in eine kleine Wohnung in Tokio und schirmt die Kleinen von der Aussenwelt ab, indem nur der Älteste, der 12-jährige Akira, das Haus für den Einkauf verlassen darf. Plötzlich verschwindet die Mutter und hinterlässt Akira eine Notiz mit der Bitte, sich fortan um seine Geschwister zu kümmern. Die Kinder sind plötzlich auf sich alleine gestellt und versuchen sich langsam in einer Welt zurecht zu finden, die ihnen fremd geworden ist.

Der Regisseur: Hirokazu Kore-Eda aus Japan

Erscheinungsjahr: 2004

Darum so gut: Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt Regisseur Hirokazu Kore-Eda von einer Kindheit in seiner Heimatstadt Tokio und verarbeitet darin die eigene kindliche Angst, von seiner Mutter verlassen zu werden. Das unaufgeregte und doch lebendige Werk wurde im Jahr der Erscheinung am Filmfestival in Cannes gefeiert. Der damals 14-jährige Yuya Agira, der den Protagonisten spielt, wurde als bester Schauspieler ausgezeichnet.

"The Farewell"

Darum gehts: Die Protagonistin Billi erfährt von ihren Eltern, dass bei ihrer Grossmutter Krebs diagnostiziert wurde. Gemeinsam mit allen Verwandten reist sie aus den USA nach China, um die Nai Nai noch ein letztes Mal zu sehen. Weil die Grossmutter selber nicht über ihre Krankheit informiert wird, aus Angst, dass sie dann schneller sterben wird, inszeniert die Familie eine Fake-Hochzeit.

Regisseur: Lulu Wang aus China / den USA

Erscheinungsjahr: 2019

Darum so gut: Witzig und traurig gleichzeitig, zeigt die in Amerika geborene Chinesin Lulu Wang in ihrem autobiografischen Werk das Aufeinandertreffen von zwei Kulturen. Der Film steckt voller gelungener und authentischen Momenten. Für ihre schauspielerische Leistung wurde Hauptdarstellerin Awkwafina dieses Jahr mit dem Golden Globe als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

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