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8 Dinge, die du über Aromatherapie wissen solltest

von Gina Buhl

6 NOVEMBER 2019

Health

Wie wirken ätherische Öle auf uns, wie werden sie angewendet und was gibts sonst noch zu beachten? Wir haben die Antworten.

Bestimmt habt ihr auch schon mal gehört, dass Lavendelöl beruhigend wirkt oder der Duft von Zitrone die Laune pusht. Alles nur Ökotanten-Weisheiten, denkt ihr? Tja, dann hört mal her.

Tatsächlich steckt hinter der Aromatherapie, einem Teilbereich der Phytotherapie, nämlich eine wissenschaftlich anerkannte Therapieform, die in Psychotherapien, Spitälern und Pflegeheimen schon lange erfolgreich angewendet wird.

Allerspätestens seit Unternehmen wie Farfalla oder BalmBalm hübsch verpackte Duftmischungen und Duftlampen verkaufen, ist die Aromatherapie im Mainstream angekommen. Aber was steckt eigentlich dahinter? Wir klären auf.

  • Das Wirkprinzip der Aromatherapie
    Basis für die Aromatherapie sind ätherische Öle, die aus destillierten Pflanzen(teilen) hergestellt werden. Weil Pflanzen mit ihrem Duft kommunizieren, um sich vor Insekten oder UV-Strahlung zu schützen, stecken sie voller intelligenter Informationen. Jede Pflanze entwickelt im Laufe ihres Lebens quasi einen eigenen überlebenssichernden Signatureduft – und von dem können auch wir Menschen profitieren.
  • Das passiert, wenn wir schnuppern
    Ätherische Öle sind in ihrer Struktur eng mit unseren körpereigenen Hormonen verwandt und wirken dementsprechend intensiv auf unseren Body. Ihre Duftmoleküle treffen beim Einatmen auf die Riechschleimhaut und dort auf Millionen von Riechzellen und Flimmerhärchen. Sie werden in einen elektrischen Impuls umgewandelt, der dann in unser Gehirn – genauer gesagt ins limbische System – weitergeleitet wird. Dieser Teil unseres Gehirns reguliert unser Nerven- und Hormonsystem und ist zuständig für Emotionen und unser Erinnerungsgedächtnis. Die ätherischen Öle wirken somit über die Nase direkt auf unser Wohlbefinden.
  • Die Öle wirken auch über unsere Haut
    Auch über unsere Haut können wir ätherische Öle aufnehmen. Untersuchungen haben gezeigt, dass nach einer Massage oder einem Fussbad mit Aromaölen die entsprechenden Moleküle nach ein paar Minuten im Blut nachgewiesen werden können. Crazy, oder? Deshalb beim Dosieren vorsichtig sein und die Öle immer verdünnt auf der Haut anwenden. Besonders hautirritierende Kandidaten sind Myrte, Nelke, Verbena, Zimt und Lemongrass.
  • Diese Düfte tun uns besonders gut
    Das Neroli-Öl wird in der Aromatherapie als Allrounder bezeichnet, denn es soll bei Schlaflosigkeit, Angstzuständen, depressiven Verstimmungen, Durchfall, Impotenz, nervösen Herzbeschwerden, Nervosität und trockener, empfindlicher Haut helfen. Bergamotte soll aufmunternd und entspannend wirken und bei seelischen Tiefs und Angst unterstützen. Vanille hat beruhigende und ausgleichende Eigenschaften; Rose soll schmerz-und krampflindernd wirken und für gute Stimmung sorgen.
  • Achtet auf die Dosierung
    Egal ob Duftlampe, Duftstein, Aromadiffuser, als Duschgel, im Fussbad oder zur Gesichtspflege: Die Dosierung der Öle ist immer ganz unterschiedlich – die Anwendung auch. Im Fussbad etwa brauchen die nicht-wasserlöslichen Öle immer einen Träger wie Rahm oder Milch, damit sie ihre Wirkung entfalten können. Ihr solltet auch unbedingt vorher abklären, wie viele Tropfen von welchem Öl ihr benutzen könnt, damit ihr die Benefits spürt.
  • So erkennt ihr gutes Öl
    Am allerbesten ist es, wenn ihr euch von Fachpersonen beraten lasst. Grundsätzlich solltet ihr aber bei jedem Öl darauf achten, dass es zu 100% aus Pflanzenmaterial gewonnen wird. Noch wichtiger ist die Bio-Qualität – vor allem wenn ihr vorhabt, das Öl auf eurer Haut anzuwenden.
  • Hier ist Vorsicht geboten
    Öle aus Zitrusfrüchten, Johanniskraut, Verbena und Angelikawurzel erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Deshalb solltet ihr sie nicht unmittelbar vor dem Sonnenbad oder dem Abstecher ins Solarium verwenden. Ausserdem verlieren Zitrusöle früher als andere Öle ihre Haltbarkeit. Wegschmeissen müsst ihr sie deswegen aber nicht: Orangenöl zu Beispiel wirkt antibakteriell und kann prima zum Putzmittel beigegeben werden. Wenn ihr schwanger seid oder stillt, solltet ihr die Anwendung der Öle vorher mit einer Expertin absprechen.
  • Viel hilft nicht immer viel
    Ätherische Öle sind konzentrierte Pflanzenpower – deshalb sollten sie auch immer sparsam angewendet werden. Es kann nämlich passieren, dass zu viel eines eigentlich beruhigendes Lavendelöls seine Wirkung kehrt und eure Synapsen plötzlich überreizt. Dann wirds leider nichts mit dem Schlummerschlaf.

Ihr wollt noch mehr wissen? Weitere Infos findet ihr etwa im Buch "Aromatherapie leicht gemacht" von Ursula Voneschen-Hefti.

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