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Diese Drei haben schon vor Greta wachgerüttelt

von Gloria Karthan

11 OKTOBER 2019

Life

Fridays for Future hat weltweit viel bewegt. Wir stellen drei Aktivistinnen und Aktivisten vor, sie sich schon Jahre zuvor fürs Klima und die Natur eingesetzt haben.

Autumn Peltier
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My people can’t drink oil

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Alter: 15

Herkunft: Ottawa, Kanada

Bestes Quote: "Wir können Geld nicht essen und Öl nicht trinken."

Die 15-jährige Autumn kämpft dafür, dass indigene Völker in Kanada sauberes Trinkwasser erhalten. Und das schon ziemlich lange: Mit acht Jahren sah die Aktivistin in einem Reservat ein Schild, das davor warnte, das Wasser zu trinken oder anzufassen. Mit zwölf kritisierte Autumn den kanadischen Premierminister Justin Trudeau öffentlich, weil er sich immer auf die Seite der Ölindustrie gestellt hatte. Trudeau entgegnete, er werde das Wasser schützen. Deses Jahr sprach Autumn vor den Vereinten Nationen und wurde für den Internationalen Kinder-Friedenspreis nominiert.

Xiuhtezcatl Martinez

Alter: 19

Herkunft: Colorado, USA

Bestes Quote: "Echte Veränderung geht von den Menschen aus – nicht von der Regierung."

Xiuhtezcatl verdankt seinen Namen seinem Papi, der aztekische Vorfahren hat, und er ist ein echter Überflieger. Als Xiuhtezcatl sechs Jahre alt war, sprach er erstmals auf einer öffentlichen Veranstaltung, mit 15 hielt er schon drei TED-Talks und stand als jüngster Redner in der Geschichte vor den Vereinten Nationen. Im gleichen Jahr verklagte Xiuhtezcatl die US-Regierung, weil sie die Klimakrise ignoriere und damit seiner Generation das Recht auf Leben, Freiheit und Eigentum verweigere. Der Prozess, dem sich auch andere junge Menschen angeschlossen haben, läuft noch immer. Und es kommt noch besser: Der 19-Jährige rappt sogar über Klima-Aktivismus. Der Track, den er dieses Jahr mit Jaden Smith rausbrachte, ist ziemlich gut.

Nina Gualinga

Alter: 24

Herkunft: Sarayaku, Ecuador

Bestes Quote: "Allein die Tatsache, dass mein Volk noch am Leben ist, dass wir unsere Sprache sprechen und unsere Kultur praktizieren, ist eine Form des Widerstands."

Ninas Vater ist Schwede, aber sie ist tief im ecuadorianischen Amazonasbecken aufgewachsen und seit Jahren eine wichtige Stimme der indigenen Bevölkerung und für den Schutz des Regenwaldes – auch sie hat bereits einen TED-Talk gehalten. Gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester Helena und dem Rest ihrer Familie kämpft sie gegen Konzerne, die mitten in ihrer Heimat nach Erdöl bohren. Weil sie sich zu Klimafragen äussert und ihre Heimat im Amazonas verteidigte, werden sie und ihre Familie sogar bedroht. Seit Tagen demonstrieren Zehntausende, darunter auch viele Angehörige der indigenen Bevölkerung, in Ecuadors Hauptstadt Quito gegen die dortige Regierung.

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