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7 Gründe, warum Barfusslaufen gesund ist

von Janine Heini

23 JULI 2019

Health

Barfusslaufen ist die natürliche Gehform des Menschen. Warum es sich lohnt, öfters mal unten ohne unterwegs zu sein.

Jahrtausende sind unsere Vorfahren barfuss durch die Gegend gestampft. Erst seit kurzem zwängt der Mensch sich in Socken und Schuhe mit Gummisohlen und isoliert sich so komplett von der Erdoberfläche – dabei bringt Gehen mit blossen Füssen so viele gesundheitliche Vorteile mit sich:

  • Aktiviert die Muskulatur: In Schuhen verkümmert unsere Fussmuskulatur regelrecht und die Abrollbewegung von der Ferse her schädigt auf Dauer unsere Gelenke. Durch Barfusslaufen wird der natürliche Bewegungsablauf aktiviert (Auftreten mit der Fussspitze), das Fussgewölbe stabiler, die Muskeln werden trainiert, Sehnen und Bänder elastischer und Bandscheiben vor Verformungen geschützt.
  • Stärkt die inneren Organe: Die Stimulation von Reflexzonen an den Fusssohlen wirkt sich positiv auf die inneren Organe auf. Über 7'000 Nervenenden sitzen in den Fusssohlen. Der Blutdruck wird besser reguliert und das Herz-Kreislauf-System gestärkt.
  • Beugt Krampfadern vor: Die richtige Abrollbewegung des Fusses lässt die Wadenmuskeln als Blutpumpe in Richtung Herz wirksam werden. Das entlastet die Blutgefässe und verzögert die Bildung von Krampfadern.
  • Stärkt das Immunsystem: Barfusslaufen auf feuchten Wiesen oder nassen Stränden fördert die körpereigene Temperaturregulierung und stärkt dadurch das Immunsystem. “Kältereiz ist Lebensreiz”, lautete schon das Motto von Sebastian Kneipp, dem Begründer der berühmten Kneippkur – der kalten Wassergüsse.
  • Verbessert die Haltung: Bei Rückenbeschwerden oder auch Fehlstellungen der Hüfte liegt die Ursache oft bei unseren Füssen. Wenn die Muskulatur zu schwach ist, machen wir unbewusst Ausweichbewegungen, die zu körperlichen Problemen führen können. Barfusslaufen stärkt allgemein das Fundament des Körpers.
  • Schützt vor Fuss- und Nagelpilz: Erkrankungen an den Füssen entstehen vor allem in einem feucht-warmen Milieu – also in den Schuhen. Barfusslaufen hält die Füsse trocken und sorgt für eine gute Durchblutung, was die Haut vor Pilzbefall schützt.
  • Härtet ab und erdet uns: Verschiedene Oberflächen und Unebenheiten wirken wie eine kleine Fussmassage und härten dadurch die Füsse ab, indem sich die Fettschicht unter der Haut etwas verdickt. Das ist nicht zu verwechseln mit der Hornhaut, die durch Reibung und Feuchtigkeit entsteht. Gleichzeitig prägt sich der Tastsinn der Füsse aus und verbindet uns so mehr mit der Erde und der Natur, sogenanntes Earthing (Erdung).

Schon 30 Minuten täglich ohne Schuhe zu laufen hat positive Effekte auf die Gesundheit und das Wohlbefinden, wie eine Studie des California Institute for Human Science belegt. Dabei sollte man langsam beginnen, um die Füsse an die neue Gehsituation zu gewöhnen – zuerst zuhause mal das Barfusslaufen üben, bevor man sich nach draussen wagt. Auch spezielle Barfusswege können ein guter Anfang sein.

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