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6 Tipps für nachhaltigeres Reisen

von Gloria Karthan

15 FEBRUAR 2019

Life

Auch wenn Reisen an sich leider nicht unbedingt ökologisch ist, geht Ferien machen auch umweltbewusst. Sechs Tipps.

  • Zug statt Auto statt Flugzeug
    Für den ökologischen Fussabdruck gibts nichts Schlimmeres als Fliegen. Der CO2-Austoss einer Flugreise nach New York und zurück entspricht sieben Wintern ökologisch Heizen oder fast zwei Jahren vegetarisch Essen. Das Auto schneidet viel besser ab, der Flug zum Big Apple belastet das Klima stärker als ein Jahr Autofahren. Zugreisen sind mit Abstand am ökologischsten. Fazit: Fliegen soll ein seltener Höhepunkt sein, den man umso bewusster und für längere Reisen auskostet.
  • CO2 kompensieren
    Recherchen von "10vor10" zeigen: Schweizer Flugpassagiere kompensieren nur gerade 1 Prozent ihrer CO2-Emissionen. Wer seinen ökologischen Fussabdruck möglichst klein halten, aber dennoch hin und wieder fliegen will oder muss, sollte seinen Ausstoss unbedingt kompensieren. Das geht so: Ihr gebt eure Flugstrecken in einen Emissionsrechner ein und erhaltet dann den entsprechenden Kompensationsbetrag angezeigt, den ihr direkt online an Klimaschutzprojekte spenden könnt. Bei der gemeinnützigen Stiftung Myclimate geht das super easy. Am besten einmal pro Jahr alles kompensieren und danach von den Steuern abziehen.
  • Nachhaltige Unterkunft
    Die Idee hinter Anbietern wie Airbnb ist toll und entspricht in ihrer ursprünglichen Form – dem Teilen seiner Wohnung, wenn man sie selber nicht braucht – auch einem Nachhaltigkeitsgedanken. In Realität werden allerdings oft normale Ferienwohnungen auf Airbnb vermietet, und die Anbieter drücken sich so vor Steuern. Da diese Wohnungen sich oft in den besten Stadtteilen befinden, schrumpft der Wohnraum für die einheimische Bevölkerung und man fördert Gentrifizierung. Besser: Auch mal Öko-Reiseportale wie Green Pearls, Bookitgreen oder Bookdifferent abchecken.
  • Locals unterstützen
    Das heisst: Einheimische Unterkünfte, Dienstleistungen und Restaurants grossen, internationalen Ketten vorziehen und angemessen Trinkgeld geben. Wer sich abseits der Touristen-Trampelpfade begibt, erlebt spannendere Dinge und unterstützt Menschen, die vom Tourismus normalerweise wenig profitieren. Billige, importierte Souvenirs unbedingt links liegen lassen und stattdessen lokales Handwerk kaufen. Auch wenn es nicht immer einfach ist, zu unterscheiden, ob die Babouches auf dem Souk aus Marrakesh oder doch aus China stammen.
  • Clever haushalten
    Aufgepasst, dass eure Komfort-Ansprüche keine knappen Ressourcen verschleissen. Gerade in südlichen Ländern ist zum Beispiel Wasser wertvoll und knapp. Also lieber keine stundenlangen Duschorgien veranstalten und die Handtücher im Hotel mehrmals verwenden.
  • Auf all-inclusive verzichten
    Ohne Limit schlemmen und an der Hotelbar trinken klingt im ersten Moment nice. Dagegen sprechen allerdings zwei Punkte: Erstens sorgen All-inclusive-Angebote und Buffets zwangsläufig für unnötigen Foodwaste. Zweitens bezieht ihr dann alle Leistungen nur von einem Anbieter, statt beim Znacht immer unterschiedliche Locals zu unterstützen.

Wie wichtig ist es euch, nachhaltig zu reisen?

1736 Votes
  • Super wichtig, darum fliege ich auch fast nie. 45%
  • Ich würde gerne nachhaltiger Ferien machen, aber habe Angst, was zu verpassen. 28%
  • Gar nicht wichtig, ich will beim Reisen auf nichts verzichten. 27%
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