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Lukas Wierzbowski

5 Tipps gegen Nervosität

von Vanessa Vodermayer

18 MAI 2019

Life

Rasendes Herzklopfen und feuchte Hände – Mode-Praktikantin Vanessa überkommt in vielen Lebenssituationen eine innere Unruhe. Mit 5 verschiedenen Methoden wirkt sie ihr entgegen.

Als Kind war ich vor Wettkämpfen – ich war Turnerin – bereits Tage vor dem eigentlichen Anlass extrem aufgeregt. Auch wenn ich nach wie vor zu Nervosität neige, ist sie mittlerweile weniger geworden. Diese Strategien haben mir dabei geholfen.

1. Bewusste Atmung

So funktionierts

Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand zur Handfläche falten, die anderen Finger werden ausgestreckt. Mit dem Daumen das rechte Nasenloch schliessen. Durch das linke Nasenloch Luft holen und dabei gedanklich auf vier zählen. Dann mit dem Ringfinger der rechten Hand das linke Nasenloch zudecken – Daumen bleibt nach wie vor auf dem rechten Nasenloch – und 16 Sekunden halten. Nur den Daumen wieder lösen und die Luft aus dem rechten Nasenloch 8 Sekunden ausatmen.

Diese Wechselatemübung zwischen 5 und 10 mal wiederholen. Übrigens eignet sich diese Methode bestens bei Prüfungsangst, weil sie die Konzentration fördert.

Deshalb funktionierts

Nervosität und Angst lösen oftmals eine flache Atmung aus. Das führt dazu, dass der Körper mit zu wenig Sauerstoff versorgt wird, was wiederum einen negativen Einfluss auf Organe und Psyche hat. Durch das bewusste und kontrollierte Luftholen wird automatisch tiefer eingeatmet – und wir werden mit genügend Sauerstoff bedient.

2. Spannung und Entspannung

So funktionierts

Noch effektiver wirds, wenn wir neben der bewussten Atmung unsere Muskeln an- und wieder entspannen. Tief einatmen und zeitgleich zusätzlich alle Körperpartien fest anspannen, Spannung und Atmung etwa fünf Sekunden halten und anschliessend tief ausatmen und Muskeln erschlaffen lassen. Den Vorgang 5-10 mal wiederholen.

Deshalb funktionierts

Nicht ohne Grund verhelfen Yoga und Pilates zu Ruhe und Gelassenheit – auf die Wechselwirkung zwischen Anspannung und Entspannung reagiert unser Körper mit dem Parasympathikus. Diese Funktion verhilft uns unter anderem zu Erholung indem sie die Pulsfrequenz und den Blutdruck senkt. Ausserdem werden unsere Blutgefässe erweitert, was zu einem Gefühl von wohliger Wärme führt.

3. Spray

So funktionierts

Der flüssige Inhalt der Sprays enthält Ingredienzen wie Bachblüten, Baldrian, Melisse, Hopfen oder Passionsblumenkraut. Einfach zwei bis drei Spritzer auf die Zunge machen und einen Moment abwarten. Diverse Fläschchen mit Spühaufsatz können direkt online oder in Apotheken und Drogerien bezogen werden.

Viele Drogerien und Homöopathen bieten ausserdem individuell zusammengestellte Mischungen an. Hier werden Anliegen und mögliche Unverträglichkeiten vorab kurz geschildert, damit dein Anti-Nervositäts-Elixier besser auf deine Bedürfnisse abgestimmt werden kann.

Deshalb funktionierts

Das Geheimnis dieses Hilfsmittels liegt in den einzelnen natürlichen Zutaten. Bachblüten, Baldrian, Melisse, Hopfen und Passionsblumenkraut sorgen allesamt dafür, dass wir besser runter fahren.

4. Tee

So funktionierts

Lavendel-Tee kann bei innerer Unruhe helfen. Fenchel, Kamille oder Johanniskraut ebenfalls.

Deshalb funktionierts

Auch hier profitieren wir wieder von den jeweiligen Inhaltsstoffen, die auf uns einen beruhigenden Effekt ausüben.

5. Mut zusprechen

So funktionierts

Hinterfragt die Ursache für Angst und Zweifel. Gönnt euch vor aufregenden Ereignissen ein paar Minuten und vertraut auf euer Können. Sich mehrmals "Ich kann das!" einzureden prägt euren Selbstwert komplett anders als die Aussage "Ich kann das nicht!".

Deshalb funktionierts

Der Ausgangspunkt des Nervösseins liegt meistens in der Psyche. Gelingt es, die eigenen Gedanken so zu steuern, dass sich eine unangenehme Lage mit einem guten Gefühl verbinden lässt, wird das unerwünschte Empfinden zukünftig seltener zum Vorschein kommen.

Diese Art, die Nervosität zu schwächen, benötigt Übung und klappt vielleicht nicht bei allen auf Anhieb. Im Gegensatz zu den anderen Tipps soll bei diesem Verfahren das Problem und dessen gekoppeltes Verhalten zuerst genau analysiert werden, bevor es eliminiert wird.

Wer unter drastischer Anspannung leidet und seinem Ursprung für Lampenfieber und Nervosität nicht auf die Spur kommt, sollte das Anliegen mit einem Psychologen angehen.

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