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5 Situationen, in denen wir so gar nicht emanzipiert sind

von Friday Magazine

23 JANUAR 2019

Life

Selbst wer noch so emanzipiert ist, fällt hin und wieder in traditionelle Geschlechterrollen zurück. Das sind unsere ganz persönlichen Klischee-Momente.

Andrée Getzmann, Produzentin

Obwohl ich viel mehr Auto fahre als mein Liebster, ist klar: Sobald wir gemeinsam unterwegs sind, sitzt er am Steuer. Diskussion ausgeschlossen. Mir auch recht, dann mach ich eben auf dem Beifahrersitz ein Nickerchen. Dafür bezahl ich dann die Rechnung im Restaurant. Mit unserem gemeinsamen Geld.

Alisa Fäh, Textpraktikantin

Obwohl ich mich im Alltag selten auf Hilfe von Männern angewiesen fühle, gibts eine Sache, bei der ich absolut hilflos bin: Das Eliminieren von Spinnen aus meiner Umgebung. Dass ich deswegen abwechselnd meinen Papi, den Nachbarn oder meinen besten Freund anrufe, ist mir schon unangenehm – schliesslich sträube ich mich sonst gegen das Klischeebild der ängstlichen, hilfsbedürftigen Frau. Bei Spinnen scheint sich mein Gehirn aber im Ausnahmezustand zu befinden und alle Girlpower-Gedanken über Bord zu werfen. Immerhin rufe ich manchmal auch nach meinem Mami – und die kann Spinnen mindestens genauso gut entfernen wie ein Mann.

Gloria Karthan, Redaktorin

Wenn ich mit meinem Freund verreise, trägt er unseren gemeinsamen Tagesrucksack – mein Portemonnaie, Necessaire und Pulli inklusive. Es ist nicht so, dass ich Rückenprobleme habe oder der Rucksack ultra schwer ist. Wir machen das einfach schon immer so, ohne es zu hinterfragen. Aber wieso eigentlich?

Luise Pomykaj, Beauty-Assistentin

Ich liebe Autofahren, baue meine Möbel selber auf und wenn plötzlich alle Lichter ausgehen, marschiere ich zum Sicherungskasten und klappe die Schalter wieder hoch. Beim Weinöffnen ertappte ich mich aber kürzlich dabei, wie ich Flasche und Korkenzieher meinem Freund übergeben wollte. Auf halber Strecke blieb ich stehen, drehte mich um und nahm es dann selbst in die Hand.

Marie Hettich, Redaktorin

Mein Freund und ich sind im Mai zusammengezogen. Wir kommen mit der Peu-à-peu-Einrichtung gut voran, nur mit den Lampen ist es so eine Sache. Zum Beispiel die im Gang: Schon vor Monaten haben wir uns zwei Deckenleuchten besorgt, seitdem liegen sie im Reduit. Es ist nicht so, dass ich mich bewusst weigern würde, aber – und das ist eigentlich noch schlimmer – ich fühle mich zum Lampenmontieren einfach nicht berufen. Ich denke gar nicht dran – höchstwahrscheinlich, weil das eben immer mein Papa erledigt und es mir nie jemand gezeigt hat. Mein Freund fühlt sich zwar berufen, aber er hasst es aus ganzem Herzen. Wir werden die Sache also irgendwann gemeinsam angehen müssen – und wer weiss: Vielleicht bin ich ab dann ja die Lampen-Verantwortliche im Haus.

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