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Lukasz Wierzbowski

5 Pflanzen-Tipps für Dummies

von Marie Hettich

11 JULI 2018

Food & Home

Dir geht eine Zimmerpflanze nach der anderen kaputt? Ein Experte erklärt die Basics.

  • Merke: Deine Pflanze ist ein Individuum
    Du denkst im Laden 'Ach, die sieht ja geil aus' und schon steht das Teil irgendwo in deiner Wohnung rum? Moment. Wichtig ist, dass du weisst, wen du dir da ins Haus geholt hast. Wie viel Wasser braucht sie? Mag sie Sonne? Wie siehts mit Zugluft aus? "Leute, die den sogenannten grünen Daumen haben, setzen sich einfach ausgiebig mit ihren Pflanzen auseinander – wie mit einem Lebewesen", sagt Andreas Füssler, Verkaufsleiter vom Wyss Gartenhaus in Zuchwil (SO).
  • Künftig lieber im Fachgeschäft einkaufen
    Wer nichts riskieren will, sollte Pflanzen lieber im Fachgeschäft kaufen. Dafür gibts zwei Gründe: Erstens kann es gut sein, dass Pflanzen bei Ikea & Co. tagelang im Kunstlicht auf einem Stapelwagen rumstehen und dementsprechend geschwächt mit zu dir nach Hause kommen. Zweitens gibts in kleineren Läden Beratung: "Im Fachhandel kannst du zum Beispiel erzählen, dass du ständig das Giessen vergisst – und die Fachperson weiss dann, welche Pflanzen sie dir vorschlagen kann."
  • Auf keinen Fall zu viel giessen
    Wenn einer Pflanze das Wasser fehlt, lässt sie erstmal ihre Blätter hängen. Später werden die dann braun und können sogar abfallen. All das muss aber nicht das Ende bedeuten – meistens erholen sich Pflanzen beim nächsten Giessen wieder. Der sichere Tod hingegen: zu viel Wasser. "Wenn Pflanzen verfaulte Wurzeln haben, sind sie mit grosser Wahrscheinlichkeit am Ende", sagt Füssler. "Unbedingt darauf achten, dass im Unterteller nicht tagelang Wasser steht." Auch wichtig: Nicht immer mal wieder ein bisschen giessen – sondern wenn, dann richtig. Füsslers Erklärung leuchtet ein: "Pflanzen kennen den Regen. Wenn er kommt, dann kommt er meistens heftig – und dann eine Weile nicht mehr."
  • Düngen ist überlebenswichtig
    "Wir brauchen zum Leben doch auch Nährstoffe!", betont der Experte. "Ohne Düngemittel ist die Pflanze viel anfälliger für Krankheiten und Schädlinge und kümmert irgendwann dahin." Auch bei Küchenkräutern ist Düngen ein Muss – unbedingt aber Bio-und keinen chemischen Dünger kaufen. Generell gilt die Faustregel: Je mehr Wasser eine Pflanze braucht, desto mehr Nährstoffe braucht sie auch. "Wenn die Pflanze beispielsweise im Sommer mitten in der Wachstumsphase ist und zweimal die Woche gegossen werden muss, kann man ruhig jede zweite Woche Dünger ins Giesswasser geben." Gedüngt werden sollte übrigens immer auf feuchter Erde – diese vorher einfach ein bisschen mit klarem Wasser angiessen. Dich stresst die Düngerei? Dann kauf dir Düngestäbchen. Die stecken in der Blumenerde und geben bei jedem Giessen Nährstoffe ab.
  • Vergiss das Umtopfen nicht
    Wenn die Wurzeln schon oben aus der Erde quillen, die Pflanze nicht mehr stabil in der Erde ist oder schlicht viel zu gross für ihren Topf wird, ist Umtopfen angesagt. Tipp vom Experten: So viel neue Erde wie möglich dazugeben. Umgetopft werden sollte im Idealfall im Frühling oder Sommer – im Winter ist die Pflanze nämlich im Ruhestadium, weil sie weniger Licht abbekommt.



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