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Jon Hall / Netflix

5 Gründe, warum "Sex Education" die beste Serie ever ist

von Alisa Fäh

18 JANUAR 2019

Entertainment

Unsichere Teenager, Penis-Probleme und erste Male: Die neue Netflix-Serie "Sex Education" klingt wie die typische Highschool-Story – ist sie aber nicht.

Es war Liebe auf den zweiten Blick. Die ersten beiden Episoden konnten mich nur mittelmässig begeistern, ab Folge drei war aber klar: Netflix’ neue Original-Serie "Sex Education" ist das Beste, was ich seit langem gestreamt habe.

Darum gehts: Alle haben Sex – ausser Otis (der ist selbst zum Masturbieren zu schüch). Er ist Jungfrau, kennt sich in der Theorie aber bestens mit Sex aus, da seine Mutter Sexualtherapeutin ist. Gemeinsam mit der cleveren Rebellin Maeve gründet der 16-Jährige eine geheime Therapiepraxis, um sein Taschengeld aufzubessern. Auf der verlassenen Schul-Toilette gibt Otis seinen Mitschülern Nachhilfe in Liebe, Sex und Co. – von Viagra, wucherndem Schamhaar über Vulva-Pics bis zu Sexsucht.

Warum die britische Serie so genial ist: In "Sex Education" wird über Sex geredet – und zwar so richtig. Die Macher haben sich getraut, nichts zu verhüllen und Tabus zu brechen – das alles gepaart mit schonungslos trockenem Humor. Wer immer noch überzeugt werden muss: Hier sind 5 Gründe, warum "Sex Education" besser ist als jede andere Highschool-Romcom.

  • Grossartige Charaktere Während andere Serien gekünstelt versuchen, Vielfalt in die Storyline zu pressen, ist sie in "Sex Education" ein selbstverständlicher Teil der Highschool-Welt. Die Figuren wirken unverkrampft und vor allem: authentisch. Das liegt auch am tollen Cast, denn neben bekannten Gesichtern wie Asa Butterfield und Gillian Anderson spielen auch die Newcomer Emma Mackey und Ncuti Gatwa mit. Keine Spur von plump umgesetzter Diversity und eindimensionalen Charakteren.
  • Gesellschaftsrelevante Themen In der Serie kommen unter anderem Asexualität, Mobbing, Rassismus, Abtreibung, weibliche Lust, toxische Männlichkeit, sexuelle Belästigung, LGBTQ-Themen und Slut-Shaming zur Sprache. Manchmal witzig, immer feinfühlig und ganz ohne Zuckerguss.
  • Catchy Soundtrack "Sex Education" klingt wie eine Zeitreise: Auf dem Soundtrack finden sich vor allem Hits aus den 80ern und 90ern von Billy Idol, A-ha und The Smiths. Gemischt wird das Ganze mit neuem Sound wie dem von Beth Ditto – richtig lässig und nicht erzwungen hip.
  • Retro Outfits Auch die Styles der Charaktere erinnern an vergangene Zeiten. Otis und Co. tragen braune Cordhosen, bunte Fleece-Jacken und gestreifte Rollkragenpullis. Gillian Anderson, die Otis' Mutter spielt, meinte in einem Interview dazu: "Unser Regisseur Ben Taylor findet es super, dass wir irgendwie 80er Jahre-Kleidung tragen und es doch Smartphones gibt – er mag diese Verwirrung."
  • Sicheres Set Es ist das erste Mal, dass Netflix eine sogenannte Intimacy Coordinator (auf Deutsch: Intimitäts-Koordinatorin) engagierte: Ita O'Brien koordinierte Sex- und Nacktszenen, hielt Rücksprache mit dem Cast und stellte sicher, dass intime Szenen von Anfang bis Ende einvernehmlich abliefen. Nach #MeToo eindeutig ein Zeichen dafür, dass Netflix in die richtige Richtung geht.
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