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5 Fashion Jobs, die ihr nicht auf dem Schirm hattet

von Vanessa Vodermayer

26 JULI 2019

Fashion

Designerin, Model, Stylistin? Damit hat sichs in der Modewelt in Sachen Job-Möglichkeiten noch nicht getan. Wir stellen 5 Berufe vor.

In der Fashion-Industrie tätig zu sein, muss nicht zwingend bedeuten, Kleider zu entwerfen oder bei grossen Fotoshootings Models einzukleiden. Mode-Begeisterte sollten die verschiedenen Arbeitsfelder der Branche deshalb exakt unter die Lupe nehmen – vielleicht sagt euch ja einer der fünf folgenden Jobs zu.

Stoff-Bibliothekarin

Jobprofil:

Stoff-Bibliothekarinnen liefern dem Design-Team passende Material-Vorschläge zu ihren Skizzen. Ausserdem kümmern sich um den Lagerbestand der Stoffe, behalten den Überblick über aktuell verwendete Stoffe, organisieren Stoff-Proben und befassen sich laufend mit neuen Textilien, die für ein Label interessant sein könnten.

Anforderungen:

Um als Stoff-Bibliothekarin zu arbeiten, brauchts ein vertieftes Wissen über Textilien aller Art, deren Anwendungsbereiche und Herstellungsprozesse. Für viele Stoff-Bibliothekarinnen ist ein Studium in den Bereichen Bekleidungstechnik oder Textiltechnik unumgänglich.

Fitting Model

Jobprofil:

Fitting Models werden nicht für Shows oder Kampagnen gebucht, sondern nur für die Anproben. Durch ihre Masse und ihr Empfinden bewerten die Models die Stücke ausserdem nach Kriterien wie Tragekomfort und Alltagstauglichkeit.

Anforderungen:

Entscheidend für den Job als Fitting Model sind vorallem die richtigen Masse, die je nach Brand variieren können. Der Kunde sucht sich das Model gemäss Vorstellung der potenziellen Käuferin aus. Modelerfahrung und ein ausgeprägtes Gefühl für Tragbarkeit sollte bei diesem Beruf ebenfalls vorhanden sein.

Fashion Market Editor

Jobprofil:

Fashion Market Editors arbeiten für Online- oder Print-Magazine. Der Unterschied zwischen einem Fashion Editor und einem Fashion Market Editor liegt darin, dass Letzterer den Fokus auf eine intensive Suche nach aktuellen und zukünftigen Trends setzt, die dann wiederum von den Fashion Editors aufgegriffen werden. Ebenfalls organisieren sie Teile, die den Fashion Editors und Stylisten für Shootings und Kampagnen noch fehlen und liefern neue Styling-Möglichkeiten sowie Ideen. Die meiste Zeit durchkämmen sie deshalb Fashion Shows, Präsentationen, Showrooms und das Modesortiment im Allgemeinen.

Anforderungen:

Ein breites Wissen über vergangene Modegeschichte und dessen aktuellen Einfluss ist essentiell. Ebenso müssen Fashion Market Editor ein Gespür für die Zielgruppe ihres Magazins haben, Kommunikations-Skills beherrschen und ein gutes Adressbuch von Kontakten in der Modewelt führen. Da viele Fashion Market Editors auch Artikel oder Kritiken verfassen, sollte für diesen Beruf das journalistische Handwerk gelernt sein.

Fashion Show Producer

Jobprofil:

Um die Kleidungsstücke perfekt in Szene zu setzen, machen es sich Fashion Show Producer zur Aufgabe, die Kollektion in ein einprägendes Spektakel zu verpacken. Von dem Show-Konzept über Location-Auswahl, Lichteinstellungen und Musik bis hin zu den Sitzen – hier wird nichts dem Zufall überlassen.

Anforderungen:

Dieser Job ist was für Organisations-Talente mit hoher Kreativität, die wissen wie man ein Publikum begeistert. Fashion Show Producers müssen die Visionen der Designer und des Brands verstehen und umsetzen können. Neben Erfahrungen im Showbusiness sollte man Know-how in Mode, Kunst und Musik mitbringen.

Etienne Russi
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Chanel, Dior, Dries Van Noten und viele mehr – Etienne Russo ist einer der gefragtesten Fashion Show Producer der Welt.

Diversity Manager

Jobprofil:

Diversity Managerinnen in Modefirmen gehören der Abteilung Human Resources an. Das Ziel von Diversity Managern ist es, in allen Bereichen des Unternehmens die Vielfalt der Kulturen, Geschlechter und Generationen zu berücksichtigen und so ein ideales Arbeitsumfeld zu schaffen. Eine Side Note: Bei den Rassismus-Skandalen um den den Essstäbchen-Fail bei Dolce & Gabbana oder den Gucci-Balaclava-Pullover , waren unglücklicherweise noch keine Diversity Managerinnen im Haus. Mittlerweile hat Gucci jemanden für den Posten engangiert und Chanel holte sich erst gerade die ehemalige UBS-Diversity-Managerin Fiona Pargeter an Bord.

Anforderungen:

Neben dem Einfluss verschiedener Kulturen auf die Mode, müssen sich Diversity Managerinnen auch in Politik, Gesellschaft, Religion, Wirtschaft und Soziologie auskennen. Ebenfalls sind Arbeitserfahrungen in Personalentwicklung und Unternehmenskommunikation von Vorteil.

Die Schweiz ist ein kleines Mode-Land. Wer mit dem Gedanken spielt, in der Branche Fuss zu fassen, sollte sich auch auf dem Arbeitsmarkt im Ausland umschauen. Auf der Plattform Business of Fashion etwa gibts ein internationales Stellenangebot.

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