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4 Sexpodcasts, in die ihr reinhören müsst

von Gloria Karthan

26 JANUAR 2019

Life

Die Charts der Streaming-Anbieter zeigen es: Sexpodcasts sind im Trend. Bei unseren Favoriten gibts ganz unterschiedliches auf die Ohren.

Pornos en masse, freizügige Bilder auf Social Media und Blockbuster, in denen sich alles um Fesselspiele dreht: Das Medienangebot, das wir uns anschauen können, ist versext wie nie. Podcasts gehen einen Schritt zurück, verzichten auf die visuelle Überreizung und stellen das Hörvergnügen in den Mittelpunkt.

Vielleicht ist das der Grund für ihren Erfolg. Vielleicht sind wir aber auch Fan davon, weil wir einfach gerne Gesprächen über Sex lauschen und dabei leicht verschmitzt im Tram vor uns hin lächeln.

Damit ihr euch nicht erst durch den Podcastdschungel kämpfen müsst, empfehlen wir hier vier Sexpodcasts, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Der Seriöse

Wie er heisst: Ist das normal?

Wer ihn macht: Der Podcast ist ein Angebot von "Zeit Online". Alina Schadwinkel und Sven Stockrahm arbeiten dort im Ressort Wissen und spannen für diesen Podcast mit der Sexualtherapeutin Dr. Melanie Büttner zusammen.

Worum es geht: In jeder Folge erläutert Dr. Büttner ein neues Thema rund um Sexualität und beantwortet Hörerfragen, während die beiden Redaktoren dabei eher die Rolle der Interviewenden einnehmen. Das Spektrum reicht dabei von sexueller Belästigung über Lustlosigkeit bis zu Orgasmus-Tipps.

Warum man ihn hören muss: Anders als bei der Konkurrenz dreht sich der Sexpodcast von "Zeit Online" um Fakten, statt um Anekdoten. Inhalte werden mit wissenschaftlichen Studien und Statistiken angereichert, sind aber trotzdem nicht langweilig.

Wo man ihn findet: Auf Zeit.de, iTunes, Spotify und Deezer

Der Derbe

Wie er heisst: Besser als Sex

Wer ihn macht: Ines Anioli, ehemalige Radiojournalistin und Youtuberin, und Leila Lowfire, Model und Dschungelcamp-Kandidatin 2019, sind nicht nur Podcastkolleginnen, sondern auch BFFs.

Worum es geht: Die beiden Frauen erzählen ungewohnt offen von One Night Stands, Swingerclub-Besuchen und Fremdgehen und lesen regelmässig schräge Hörergeschichten vor – alles mit einem Touch Comedy. Der Podcast ist aber auch sehr persönlich, etwa wenn Leila von ihrer G-Punkt-Aufspritzung berichtet.

Warum man ihn hören muss: Zugegeben, die beiden reizen die Grenzen des guten Geschmacks manchmal aus, und besonders Ines wirkt hin und wieder etwas prollig. Dass die beiden nie ein Blatt vor den Mund nehmen, macht ihren Podcast aber auch zum Inbegriff von Sexpositivismus.

Wo man ihn findet: Auf Soundcloud, iTunes, Spotify und Deezer

Der Lokale

Wie er heisst: Untenrum

Wer ihn macht: Naomi Gregoris ist eine 30-jährige Journalistin aus Basel und hat ihren Podcast vergangenen Herbst ins Leben gerufen.

Worum es geht: Der Podcast gibt Schweizer Frauen eine Stimme, thematisiert die weibliche Sexualität und soll anregen, über das Frausein nachzudenken. In jeder Folge wird eine andere Frau porträtiert.

Warum man ihn hören muss: Weil der Podcast richtig nah an den porträtierten Frauen ist. Naomi macht keine Vorgespräche. Wenn die Frauen zu ihr kommen, erzählen sie ihre Geschichte zum ersten Mal bei laufendem Aufnahmegerät. Diese erfrischende Spontanität hört man.

Wo man ihn findet: Auf Untenrumpodcast.com, iTunes, Spotify und Soundcloud

Der Maskuline

Wie er heisst: Beste Freundinnen

Wer ihn macht: Die beiden Berliner Max und Jakob, die eigentlich anders heissen und deren Gesichter man nicht kennt, sind etwa Ende Dreissig.

Worum es geht: Um Frauen, Dating, Männeregos, Zusammenziehen, Penisse und alles drum herum. Max hat zwei Kinder und Jakob wird bald Vater, doch Babycontent ist bei “Beste Freundinnen” nicht erlaubt – dafür wurde im November 2018 parallel der zweite Podcast “Beste Vaterfreuden” ins Leben gerufen.

Warum man ihn hören muss: Ihr wolltet schon immer wissen, worüber Heteromänner so labern, wenn sie unter sich sind? Dieser Podcast macht zumindest den Anschein, da nahe ranzukommen.

Wo man ihn findet: Auf Podtail, iTunes, Spotify und Deezer

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