Adobe Stock 183894735

Die scharfen Lieblinge Mexikos

Paid Post

19 APRIL 2019

Food & Home

Chilis sind die Seele der mexikanischen Küche. Es gibt sie von ziemlich mild bis höllisch scharf, sauer eingelegt, geräuchert oder getrocknet.

Zum Anfang eine Zahl: Durchschnittlich ein Kilo Chilis isst eine Person in Mexiko monatlich. Oder anders gesagt: Ohne die scharfen Schoten geht in der Küche des mittelamerikanischen Landes nichts. Die indianischen Völker Mexikos kultivierten schon vor Jahrtausenden Chilis – und wiesen ihnen sogar eine eigene Gottheit zu. Die heisst Tlatlauhqui-cihuatl-ichilzintli, zu Deutsch: die ehrwürdige Herrin der kleinen roten Chilischote. Aber was gibt es eigentlich alles für Chilisorten – und wie verwendet man sie?

Jalapeños solltest du auf jeden Fall probieren. Die sauer eingemachten, olivgrünen Schoten sind eher mild und ein ausgezeichneter Kontrast zu fettigen Speisen. Wenn es ein wenig schärfer sein darf, sind Chipotles eine gute Wahl. Dabei handelt es sich um die gleiche Sorte wie bei den Jalapeños, allerdings rot und gereift, dazu vor dem Weiterverarbeiten geräuchert. Chipotles wirken zunächst harmloser als sie sind, erst nach den ersten Eindrücken – erdig, rauchig, süsslich – kommt die Schärfe durch. Man kann sie genauso zu Tacos essen wie zum Würzen von Saucen und Schmorgerichten verwenden. Serrano-Chilis sehen ein wenig aus wie kleine Jalapeño-Chilis. Aber Vorsicht: Kleiner heisst in diesem Fall auch schärfer, bis zu 15’000 statt zwischen 5000 und 10’000 Scoville nämlich. Zum Vergleich: Tabasco-Sauce liegt im Bereich von 2500 bis 5000 Scoville. Serranos trifft man häufig in Salsas, Salaten und Füllungen an, man isst sie roh, eingemacht oder geräuchert.

Bei den Chiles de Arbol (Baum-Chilis) kann der Schärfegrad bis auf 30’000 Scoville klettern. Die je nach Reifegrad grünen bis roten, 6 bis 9 Zentimeter langen Schoten werden in der Regel getrocknet und zum Aromatisieren von Eintöpfen verwendet. Die apfelförmige, gelb, orange oder rot geerntete Manzano-Chili, trägt den Übernamen Gringo-Killer. Und das nicht umsonst: Sie zeichnet sich durch eine stechende, feurige Schärfe aus und erreicht die Marke von 50’000 Scoville. Besonders beliebt sind Manzanos zu Quesadillas, da der Käse die Schärfe ein wenig erträglicher macht. Insgesamt gibt es in Mexiko rund 50 verschiedene Sorten. Einige Habaneros knacken die 500’000-Scoville-Schallmauer.

6419

Paid Post

Paid Posts werden von unseren Kunden oder von Commercial Publishing in deren Auftrag erstellt. Sie sind nicht Teil des redaktionellen Angebots.