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Locker flockig

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13 SEPTEMBER 2019

Food & Home

Was einst als Abendessen für Sanatoriumspatienten diente, ist längst ein Brunch- und Frühstücksliebling: das Birchermüesli.

Klar, man kann das Birchermüesli auch fertig kaufen. Aber selber machen dauert gar nicht so viel länger – und man kann den Brunch-Gästen auf die Frage «Was ist denn da alles drin?» eine glasklare Antwort geben. Ausserdem – und das ist wichtig beim Birchermüesli – lässt sich bei der Selbermach-Variante Anteil und Konsistenz der Haferflocken steuern. Da gibt es ja viele unterschiedliche Meinungen und Vorlieben («Bitte schön matschig», «lieber noch knusprig», «Wääääh, Haferflocken»).

Das Original Birchermüesli wurde um 1900 vom Schweizer Arzt und Ernährungsreformer Maximilian Bircher-Benner entwickelt – und zwar als leicht verdauliches Abendessen für seine Sanatoriumspatienten. Er benutzte gemahlene Nüsse, Zitronensaft, gezuckerte Kondensmilch und Haferflocken, die er zwölf Stunden einlegte. Und als Hauptzutat natürlich geriebene Äpfel. Heute gibt es viele Varianten des Birchermüesli-Rezepts. Statt Kondensmilch kann man Joghurt, Quark, Rahm oder Milch verwenden. Oder eine Kombi daraus. Wer mag, mischt auch Zutaten wie Chia-Samen und Kürbiskerne ins Müesli. Und je nach Jahreszeit frische oder getrocknete Früchte. Beeren, Aprikosen, Birnen, Granatapfelkerne – erlaubt ist, was gefällt und schmeckt. Für eine vegane Birchermüesli-Variante nimmst du einfach Mandel-, Hafer-, Soja-, oder Reismilch.

Doktor Bircher-Benner entwickelte zum Raffeln der Äpfel ein Reibeisen, das auch gleich seinen Namen kriegte: die Bircherraffel. Sie sollte besonders scharf und robust sein. Natürlich kannst du auch eine andere Raffel verwenden. Wichtig ist: wenn du nicht willst, dass die Äpfel braun werden, reibst du sie direkt in die Haferflocken/Milch/Zitronenmischung und rührst ab und zu um. Den Apfel schälst du übrigens nicht, denn die Schale und ihre Nährstoffe gehören auch ins Müesli.

Und jetzt noch zur grossen Experten- und Expertinnenfrage: Soll man die Haferflocken bereits am Abend vor dem geplanten Müesli-Essen aufquellen lassen? Antwort: Vielleicht. Wenn man grobe Haferflocken nimmt, eher schon. Und auch wenn man Birchermüesli-Puritaner ist. Feine Haferflocken kann man auch kurz vor dem Verzehr noch als Müesli-Grundlage verwenden. Dann haben die Flocken vielleicht noch etwas Biss. Das mag zwar nicht allen gefallen. Aber hey: Rock’n’Roll!

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