Diese Geld-Fehler machen vor allem wir Frauen

Laut Bloggerin Natascha Wegelin stehen sich manche Frauen selbst im Weg, wenns um ihre finanzielle Unabhängigkeit geht. Die fünf grössten Fehler – und wie wir sie vermeiden.

Von: Jocelyne Iten

Diese Geld-Fehler machen vor allem wir Frauen
Bild: istockphoto (1), Irene Dávila on Unsplash (1) Cashflow: Auch Frauen sollen den finanziellen Durchblick haben.
15 Jan '18
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Gerade wenn es um Geld geht, geben viele Frauen die Verantwortung ab. Sätze wie: "Steuererklärung? Das erledigt mein Mann für mich!" oder "Aktien sind mir zu kompliziert" hören wir noch immer viel zu oft. Sätze, die auch die deutsche Bloggerin Natascha Wegelin nur zu gut kannte. Nach langer Frustration über ihr finanzielles Unwissen, lancierte die 32-Jährige den Blog "Madame Moneypenny". Ihre Mission: Frauen in Sachen Finanzen fit zu machen und sie auf ihrem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit zu coachen.

So liefert sie etwa Infos zu grundlegenden Themen wie Aktien, gibt Tipps zum Börsenerfolg oder erklärt, warum es wichtig ist, Geld nicht nur zu sparen, sondern zu investieren. Zudem rät die Bloggerin Frauen, typische Verhaltensweisen zu überdenken, um finanziell unabhängig zu werden. Wir haben ihre Analyse zusammengefasst.

  1. Zuerst an andere denken

    Frauen sehen sich in der Rolle der Versorgerin und nutzen ihr Geld gern, um anderen auszuhelfen. An dieser noblen Geste ist grundsätzlich nichts Verwerfliches. Dennoch: Einem Freund Geld für Ferien zu leihen, wenn man selber knapp bei Kasse ist, ist unsinnig. An alle spendablen Seelen: Je stärker du selbst finanziell aufgestellt bist, desto besser kannst du anderen helfen.

  1. Den Status quo akzeptieren

    Akzeptieren, dass der Kollege befördert wurde oder sich damit zufrieden geben, dass die Teilzeitstelle nun mal schlecht bezahlt ist – muss nicht sein. Klar gibt es gewisse unglückliche Umstände. Aber: ob du finanziell unabhängig werden willst, liegt ganz bei dir.

  1. Überanalysieren

    Aus Angst, Fehler beim Investment zu machen, liest du drei Ratgeber, überlegst in alle Himmelsrichtungen, fragst Experten oder Mama und Papa. Zu viele Meinungen und Infos verwirren nur und zögern die Entscheidung immer weiter hinaus – Chance verpasst.

  1. Sich unter dem eigenen Wert verkaufen

    Es ist ein altbekanntes Problem: Frauen verdienen immer noch weniger als ihr männliches Pendant. Warum? Weil sie sich in Meetings klein reden und schlecht verhandeln. Hier spielt auch mit, dass Frauen mehr als Männer unentgeltliche Freundschaftsdienste machen. Verlang das Geld, das dir zusteht und anerkenne deine selbst erarbeiteten Erfolge. Das ist nicht egoistisch und prahlerisch, sondern wird sogar erwartet – dein Kollege scheut schliesslich auch nicht davor zurück.

  1. Zu kleine Ziele setzen

    In Sachen Geld geht es bei Frauen oft nur darum, das Nötige zum Leben zu haben und über die Runden zu kommen. Aber selten darum, ein Vermögen aufzubauen oder gar reich zu werden. Man will schliesslich nicht als habgierig erscheinen. Trotzdem: Trau dich in gewissen Punkten gross zu denken und Ziele anzuvisieren, die dich finanziell auf ein neues Level bringen.

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