Mit diesem Trick schmecken Quitten noch besser

Aus den Früchten kann man mehr machen, als immer nur Gelee – zum Beispiel kandierte Würfel mit Ricotta.

Von: Nicole Giger

Mit diesem Trick schmecken Quitten noch besser
Bild: Nicole Giger Das Brot freut sich auch über gewürfelte Quitten.
21 Nov '17
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Keine Ahnung, wieso man diese edlen Früchte stets in Konfitüre-Gläser zwingt. Quitten sind vornehm, schmecken umwerfend und haben durchaus Qualitäten jenseits des süssen Aufstrichs. Doch das Gerücht seiner widerspenstigen Verarbeitung hält sich hartnäckig. Kein Wunder galt das Schenken von Quittensüssigkeiten in England früher als ernsthafte Heiratsabsicht. Wer diese Früchte vom Baum holt, ihren fasrigen Pelz abreibt, sie wäscht und mit voller Kraft in Viertel sägt, sie im Zuckersirup einkocht und ihr Saft durch ein Tuch passieren lässt, um daraus Gelee zu machen – ja, dem muss man was bedeuten!

Hochkarätige Fans

Der grosse Goethe verehrte Quittengelee und das Quittenbrot seiner Mutter so sehr, dass sie ihm regelmässig ein Quitten-Fresspäckli nach Weimar sandte. Schillers Mutter muss ebenso ein bestechendes Rezept für Quittenbrot gehabt haben, denn auch ihr Sohnemann bekannte sich zu seiner Schwäche für die Süssigkeit.

Also, wagt euch ran. Denn sooo anstrengend ist das Verarbeiten von Quitten gar nicht. Ich liebe sie am allermeisten karamellisiert mit Kokoszucker und Kurkuma auf Ricotta und Brot – der Geschmack der Quitte eilt ihrem Ruf definitiv voraus.

Zum Frühstück, zum Znüni, zum Zmittag, zum Zvieri: ein Quittenbrot passt immer.

Bild: Nicole Giger

Rezept für die besten Quitten-Stullen ever

Zutaten

2 bis 3 mittelgrosse Quitten
1/4 TL Kurkuma
1/2 Zimt
4 EL Kokosblütenzucker (Rohrzucker geht natürlich auch)
1/2 EL Kokosöl
150 g Ricotta
4 Scheiben frisches Steinofenbrot oder Feierabendbrot
Honig oder Dattelsirup zum Garnieren

Fürs Knusper-Topping:

100 g Haselnüsse
50 g Sonnenblumenkerne
50 g Pistazien
3 EL Ahornsirup
1/2 TL Zimt
1/2 TL Kardamon
1/2 TL Meersalz

  1. Knusper-Topping zubereiten

    Für das Knusper-Topping Haselnüsse und Pistazien im Mörser grob hacken (auf keinen Fall zu fein!). Die Nüsse zusammen mit den Sonnenblumenkernen in eine grosse Schüssel füllen und mit Zimt, Kardamom und Salz würzen. Den Ahornsirup dazugeben und alles gut miteinander vermengen. Die Nuss-Mischung nun auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und in der Mitte des auf 150 Grad vorgeheizten Ofens ca. 15 bis 18 Minuten backen, bis sie gut gebräunt ist (was übrig bleibt, könnt ihr in einem Konfiglas aufbewahren).

  1. Quitten kochen

    Die Quitten abreiben, bis sie von ihrem fasrigen Pelz befreit sind. Dann mit dem Sparschäler schälen, in Viertel schneiden und das Kerngehäuse entfernen. Nun würfeln und gemeinsam mit dem Zitronensaft in eine Schüssel geben, damit sie nicht braun werden. Kokosöl in einem Topf etwas erhitzen, Kurkuma, Zimt sowie Kokosblütenzucker hinzufügen und sobald es ein wenig duftet auch die Quittenwürfel zugeben. Abgedeckt und mit einem Schuss Wasser etwa 10 Minuten garen.

  1. Das Finish

    Die Brotscheiben mit Ricotta bestreichen und das Quittenkompott darauf anrichten. Mit dem abgekühlten Knusper-Topping bestreuen und mit Dattelsirup garnieren.

Karamellisierte Quitten und Ricotta: sowas wie Busenfreundinnen.

Bild: Nicole Giger

Die Zürcherin Nicole Giger findet: "Wir Menschen brauchen beides: Nahrung für den Kopf und Nahrung für den Körper." Auf ihrem Blog Mags Frisch verbindet sie ihre beiden Leidenschaften, leckere Rezepte und schöne Texte.

Habt ihr Fragen zum Rezept?

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