Marrakesch-Spots, die Yves Saint Laurent geliebt hätte

In der marrokanischen Metropole hat das neue YSL-Museum offiziell Eröffnung gefeiert. Friday-Romandie-Redaktionsleiter Emmanuel Coissy war dabei – und verrät euch bei der Gelegenheit seine Highlights der Stadt.

Marrakesch-Spots, die Yves Saint Laurent geliebt hätte
Bild: iStockphoto
22 Okt '17
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Gleich neben dem berühmtesten Garten Marrakeschs, dem Jardin Majorelle, ist ein kultureller Treffpunkt entstanden, der die Stadt um eine Attraktivität reicher macht. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das neue, soeben eröffnete Yves-Saint-Laurent-Museum bald auf der Must-See-Liste jedes Touristen steht – so wie bereits der Jardin Majorelle und der Platz Jemaa el-Fna. Nebst diesen berühmten Orten wimmelts in der Stadt nur so von kleinen, versteckten Ecken und stylischen Adressen, wo man wunderbar die Zeit verbringen und vergessen kann.

Pompöser Auftakt: Der Eingang zum Musée Yves Saint Laurent wurde vom Pariser Star-Architektenbüro Studio Ko entworfen.

Bild: Emmanuel Coissy

Jemaa el-Fna ist einer der meistbesuchten Plätze der Medina, hier von Yves Saint Laurent höchstpersönlich. Der Designer entdeckte Marrakesch im Jahr 1966 und wohnte bis zu seinem Tod 2008 immer wieder längere Zeit in der Stadt. 

Bild: Reginald Gray

Aussicht auf den Markt

Das Nomad ist sowohl ein Café wie auch ein Restaurant (derb Aarjane 1). Eingenistet im Herzen der Medina kann man das Nomad auf mehreren Etagen abends wie auch tagsüber besuchen. Die Räume des Restaurants sind wunderschön dekoriert und die beiden Terrassen bieten einen perfekten Ausblick auf das Marktgeschehen. Im Erdgeschoss befindet sich eine kleine Boutique, wo man Deko-Objekte und Kräuter kaufen kann.

Bild: Emmanuel Coissy

Im Kaktus-Paradies

Die Gärtnerei Cactus Thiemann wurde 1964 am Rande der Stadt gegründet (10 km auf der Route de Casablanca, bis zum Stade de Marrakech). Dieser exotische Ort ist unvergleichlich und eine der grössten Sukkulenten-Farms Afrikas (16 Hektar). Seit einer Woche ist er auch für Touristen offen (Eintritt 60 Dirhams, ca. Fr. 6.–) Ein Café ist im Aufbau. Und seit dem Artikel in der "New York Times" ist die Farm überall Gesprächsthema.

Ein Selfie mit den mannshohen Kakteen darf natürlich nicht fehlen.

Bild: Emmanuel Coissy

Kolonialstil

Das Grand café de la poste (Ecke Boulevard El Mansour Eddahbi und Avenue Imam Malik) ist eine Institution. Es befindet sich in Guéliz, einem modernen und extravaganten Quartier mit neuem Einkaufszentrum. Mit seinen Ledersesseln und dem Baustil aus den 20er-Jahren, bildet der Ort den perfekten Kontrast zum Geschehen auf der Strasse. Man geht dorthin, um den Prunk von damals zu erleben oder einfach, um die beste Aussicht aufs Stadtgewimmel zu haben.

Bild: Courtesy of La Grand Café de la Poste

Im Schatten von Clementinenbäumen

Das Hotels Riad Clémentine (derb Sidi Messaoud 38) wird vom überaus zuvorkommenden und aufmerksamen Antoine aus der Westschweiz geführt. Das Haus befindet sich im nördlichen Teil der Medina. Ein Vorteil ist auch, dass es sich in der Nähe einer der Türen der Stadtmauern befindet: Man findet sich schnell zurecht und das Risiko sich zu verlaufen, verringert sich substantiell (was mir im Stadtzentrum immer wieder passiert). Es gibt sieben geschmackvoll eingerichtete Zimmer (nur schon die Badewannen sind ein Besuch wert). Eine Übernachtung kostet je nach Zimmer zwischen Fr. 100.– und 130.–, inkl. Frühstück, welches man im Innenhof im Schatten der Clementinenbäume einnimmt. Der Pool im ersten Stock rundet das Angebot ab.

Der Pool im ersten Stock ist eine Seltenheit in der Medina. Der Innenhof wird beschattet von vier Clementinenbäumen.

Bild: Emmanuel Coissy

Shopping: Made in Marokko

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Bild: Instagram lup31

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