10 Tipps fürs Zusammenziehen

Ihr wollt trotz der gemeinsamen Wohnung ein glückliches Paar bleiben? Wir haben Tipps, wie das gelingen könnte.

Von: Marie Hettich

10 Tipps fürs Zusammenziehen
Bild: Ana Tea Stress in der gemeinsamen Wohnung lässt sich vermeiden.
14 Okt '17
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  1. Sprecht über Geld

    Geld ist definitiv ein unangenehmes Thema. Spätestens aber wenn man zusammenzieht, muss es auf den Tisch. Sonst ist das Risiko viel zu gross, irgendwann über Geld zu streiten – was noch viel unangenehmer ist. Setzt euch also vor dem Umzug gemütlich zusammen und diskutiert: Wollen wir ein gemeinsames Haushaltskonto? Wenn ja, zahlen wir darauf gleich viel ein – oder je nach Einkommen? Wollen wir unsere Aufgaben aufschreiben und am Ende des Monats abrechnen? Oder lassen wirs einfach mal laufen und schauen, ob das für beide stimmt?

  1. Zieht gemeinsam um

    Wenn einer beim anderen einzieht, geht das nur selten so richtig gut: Derjenige, der hinzukommt, wird sich ewig wie ein Eindringling fühlen, der tolerant mit dem Reich umgehen sollte, das er vorgefunden hat. Der andere wiederum hat die blöde Aufgabe, überall Stauraum freizuschaufeln und sein komplettes Wohnkonzept nochmal aus der Sicht von zwei Personen zu überdenken – auch dann, wenn er die Single-Bude vorher ziemlich perfekt fand. Tut euch den Gefallen und startet gemeinsam fresh – schon allein, weil das symbolisch ein neues Lebenskapitel einläutet.

  1. Sagt, was ihr wollt

    Wie immer im Leben gilt auch beim Projekt gemeinsame Wohnung: Macht den Mund auf. Wer zum Beispiel findet, er brauche zum Lebensglück einen Balkon, der muss das vor der Wohnungssuche klar und deutlich aussprechen – vor allem dann, wenn der Balkon dem Partner völlig unwichtig ist. Auch später, wenn ihr euch erfolgreich eingelebt habt, bleibt Kommunikation der Ratschlag Nummer eins. Ausser ihr könnt Gedankenlesen.

  1. Seid tolerant

    Muss man das Geschirr direkt nach dem Essen vom Tisch räumen? Sollte man morgens nach dem Aufstehen das Bett machen? Muss die Wohnung piekefein aussehen, wenn Gäste kommen? Nun, auf solche Fragen gibts keine allgemein gültigen Antworten. Jeder versteht unter Ordnung und Sauberkeit etwas anderes – und das wird sich auch nach jahrelangem Zusammenwohnen nicht ändern. Anstatt also einen nie enden wollenden Kampf zu beginnen, sich das lieber gleich am Anfang bewusst machen. In der Praxis bedeutet das: Selber anpacken, wenn einen irgendwas stört, und das nicht vom Partner erwarten. Spart Unmengen an Energie.

  1. Pocht nicht auf Fifty-Fifty

    Sich den Haushalt akkurat aufteilen ist eine Top-Theorie, die in der Praxis leider nicht aufgeht. Erstens ist es unmöglich, nachzuprüfen, ob wirklich beide gleich viel beitragen. Zweitens sollte die Sache mit dem Haushalt sowieso immer in einem grösseren Kontext betrachtet werden: Bezahlt einer vielleicht mehr im gemeinsamen Alltag? Geht jemand häufiger Lebensmittel einkaufen oder schwingt sich öfter an den Herd? Generell lohnt es sich, das Ganze pragmatisch anzugehen: Wenn dein Partner oder deine Partnerin zum Beispiel Putzen hasst, es dir aber nichts ausmacht, könnte man den Deal vereinbaren, dass einer putzt – und der andere ein bisschen mehr Miete zahlt. Oder aber man vertraut einfach darauf, dass man einen netten Menschen an seiner Seite hat, der nicht konstant auf seinen eigenen Vorteil aus ist.

  1. Nehmt Rücksicht aufeinander

    Was man aus den WG-Zeiten mitgenommen hat, gilt jetzt genauso: in der gemeinsamen Bude lieber keine Ego-Nummern abziehen. Wer seine Eltern einladen, Chäsfondue essen, im Bett eine Zigarre rauchen oder seine neuen Boxen testen will, sollte das vorher ankünden. Wenn der Partner mit Kopfweh auf dem Sofa liegt und gerade die Welt hasst, die eigenen Pläne lieber verschieben – oder ausser Haus umsetzen.

  1. Vergesst nicht, dass ihr ein Paar seid

    Es kann leider rasend schnell gehen: Plötzlich besteht die Beziehung nur noch aus dem abendlichen Nebeneinanderhergammeln in Jogginganzügen. Wer es nicht so weit kommen lassen will, muss was dafür tun: Kino, Essengehen, eine Wanderung oder einen Kurztrip vorschlagen zum Beispiel. Auch eine gute Sache: sich mal wieder aufdonnern und gemeinsam ins Nachtleben stürzen.

  1. Macht die Badtür zu

    Es mag ja Paare geben, die nebeneinander ihre Zehennägel schneiden und sich immer noch sexy finden – im Grossen und Ganzen ist davon aber abzuraten. Wenn man vorhat, ein Weilchen zusammenzubleiben, lieber alles rund ums Thema Toilettengang und Körperhygiene hinter verschlossener Badtür erledigen. 

  1. Gebt euch nicht auf

    Man kann sich anfangs noch so viel zu sagen haben: Irgendwann gehen selbst den besten Paaren die Themen aus. Worüber will man auch gross reden, wenn man so gut wie alles gemeinsam erlebt? Für eine schöne Beziehung, aber auch fürs eigene Seelenheil ist es wichtig, sich selbst vor lauter Zweisamkeit nicht in Luft aufzulösen. Heisst: Weiterhin seine Freunde treffen, weiterhin zum Sport, weiterhin übers Wochenende wegfahren. Und zwar ohne Partner.

  1. Besteht auf Me-Time zuhause

    Sturmfrei haben fanden wir schon als Kids aufregend – im Erwachsenenalter ist das nicht anders. Wenn sich das Alleinsein daheim nicht automatisch ergibt, ruhig darüber sprechen: Warum nicht mal nett zum Partner sagen, dass man die Wohnung am Abend gern für sich hätte? Kein Grund, eingeschnappt zu sein.

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