Diese 6 Verhütungsmittel schützen ohne Hormone

Du willst hormonfrei verhüten, weisst aber nicht welche Methode zu dir passt? Unser Überblick soll für etwas Klarheit sorgen.

Von: Gina Buhl

Diese 6 Verhütungsmittel schützen ohne Hormone
Bild: plainpicture In unserer Liste findet ihr heraus, welche Verhütungsmethode die richtige für euch ist.
26 Sep '17
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  1. Natural Cycles App

    Facts: Natural Cycles ist die einzige App, die in der EU als Verhütungsmittel zugelassen ist. Gleich nach dem Aufwachen misst du mit einem Thermometer die Temperatur unter der Zunge und gibst das Ergebnis ein. Auf dem Bildschirm erscheint ein roter Kreis (Verhüten!) oder ein grüner (keine Verhütung nötig).

     

    Vorteile: Die App ist supereasy zu bedienen, schickt dir Messerinnerungen und gibt Anwendungstipps.

     

    Nachteile: Die App benötigt eine Weile bis sie dich kennen lernt - anfangs erscheinen also viele rote Tage auf dem Display. Wenig Schlaf und viel Alkohol am Abend vorher können das Messergebnis beeinflussen.

     

    Ist nichts für dich, wenn du keine Disziplin hast oder immer zu unterschiedlichen Zeiten aufstehst.

     

    Kosten: Fr. 30.- für Thermometer und App, plus jährlich Fr. 100.–

     

    Pearl-Index: 7

    Der Pearl-Index gibt die Versagensquote eines Verhütungsmittels an. Heisst: Wenn 100 Paare eine Methode während eines Jahres anwenden, entspricht die Zahl der ungewollten Schwangerschaften dem Pearl-Index. Als sehr sicher gelten Werte unter 1.

  1. Kupferspirale

    Facts: Einmal eingesetzt, gibt die Kupferspirale Kupferionen ab. Dadurch wird der Schleim im Muttermund und der Gebärmutter verändert, so dass die Spermien nicht mehr zur Eizelle gelangen.

     

    Vorteile: Kann bis zu fünf Jahren in der Gebärmutter bleiben (je nach Modell)

     

    Nachteile: Das Einsetzen erfordert eine gewisse Grösse der Gebärmutter und kann ziemliche Schmerzen verursachen. Und: Sie kann zu verstärkter Mens oder Zwischenblutungen führen.

     

    Ist nichts für dich, wenn du an Eisenmangel leidest, eine Kupferallergie oder eine Gebärmutterfehlbildung hast.

     

    Kosten: Fr. 300.–

    Pearl-Index: 0,6

     

     

  1. Daysy

    Facts: Daysy ist ein Zykluscomputer, der die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage anzeigt – an den fruchtbaren muss mit Kondom verhütet werden. So gehts: Jeden Morgen nach dem Aufwachen mit dem Gerät unter der Zunge die Temperatur messen und eingeben, wann du deine Tage hast.

     

    Vorteile: Diese Verhütungsmethode eignet sich auch für Langschläferinnen. Es spielt nämlich keine Rolle, wann gemessen wird, Hauptsache gleich nach dem Aufwachen.

     

    Nachteile: Daysy erfordert Disziplin. Viel Alkohol am Abend vorher kann das Messergebnis beeinflussen.

     

    Ist nichts für dich, wenn du einen extrem unregelmässigen Zyklus hast, ein Party Animal bist oder Medikamente einnimmst, die deine Körpertemperatur verändern.

     

    Kosten: Fr. 420.–

     

    Pearl-Index: 0,7

  1. Femidom

    Facts: Das Femidom ist quasi das weiblich Gegenstück zum Kondom und besteht aus einer dünnen Kunststoffhülle. Das geschlossene Ende wird in die Scheide eingeführt. Der andere Ring liegt ausserhalb, damit das Femidom nicht in die Scheide rutscht.

     

    Vorteile: Es schützt auch vor Infektionen und es kann bereits Stunden vor dem Sex eingeführt werden - die doofe Fummelei während dem Sex entfällt.

     

    Nachteile: Die sichere Verhütung steht und fällt mit der richtigen Anwendung. Heisst: Das Frauenkondom erfordert die exakte Platzierung der Ringe und muss wirklich extrem sicher sitzen.

     

    Ist nichts für dich, wenn du keine Geduld hast, das knifflige Einführen zu üben.

     

    Kosten: ca. Fr. 15.– für 3 Stück

     

    Pearl-Index: 5

  1. Kondom

    Facts: Ihr wisst Bescheid: Die dünne Hülle aus Latex wird über den steifen Penis gestülpt, um den Samenerguss aufzufangen, und wird nach dem Sex wieder abgenommen.

     

    Vorteile: Kondome schützen wie das Femidom vor Geschlechtskrankheiten wie HIV, Tripper, Syphilis oder Hepatitis B. Sie sind easy anzuwenden und zu besorgen, es gibt sie in verschiedenen Formen und Farben – und für Allergiker auch ohne Latex.

     

    Nachteile: Das Auspacken und Aufrollen ist für manche ein Lustkiller. Ausserdem besteht die Gefahr, dass das Kondom reisst oder nicht richtig passt.

     

    Ist nichts für dich, wenn: Tja, eigentlich gibts keine triftigen Gründe, kein Kondom zu benutzen.

     

    Kosten: je nach Packungsgrösse ca. Fr. 10.–

     

    Pearl-Index: 3

  1. Kuperball und Kupferkette

    Facts: Bei der Kupferkette werden Kupferzylinder an einem Nylonfaden in der Gebärmutter verankert. Die abgegebenen Kupferionen machen den Gebärmutterschleim Spermien-resistent. Der Kupferball funktioniert ähnlich, liegt aber frei beweglich in der Gebärmutter.

     

    Vorteile: Beide können bis zu fünf Jahre in der Gebärmutter bleiben, Verletzungen sind selten. Verstärkt die Mens nicht, und die Fruchtbarkeit soll nach der Entfernung nicht beeinträchtigt sein.

     

    Nachteile: Das Einsetzen der Kette kann sehr schmerzhaft sein.

     

    Ist nichts für dich, wenn dein Gebärmuttermuskel nicht dick genug ist oder du sehr starke und schmerzhafte Regelblutungen hast.

     

    Kosten: Fr. 500.–

     

    Pearl-Index: 0,3–0,8

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