Darum schläfst du trotzdem schlecht

Du isst gesund, treibst Sport, meditierst und machst nachts trotzdem kein Auge zu? 6 Dinge, von denen du nicht wusstest, dass sie dir den Schlaf rauben können.

Von: Gina Buhl

Darum schläfst du trotzdem schlecht
Bild: plainpicture Deine Schlaflosigkeit könnte Gründe haben, an die du vielleicht noch nicht gedacht hast.
11 Sep '17
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  1. Deine Periode

    Wenn du nachts ewig wach liegst, könnte das an den Schwankungen deines Hormonhaushalts während deiner Mens liegen. Eine Studie der Rush University in Chicago hat nämlich ergeben, dass es in unserem Zyklus tatsächlich feste Schlechtschlaftage gibt: An den Tagen vor und auch nach der Menstruation ist die Hormonproduktion weit zurückgefahren, was laut Forschern direkt mit Schlafstörungen zusammenhängt. Die waren bei den Studienteilnehmerinnen dann am häufigsten, wenn der Spiegel eines am Eisprung beteiligten Hormons namens FSH besonders niedrig war.

  1. Deine Haltung

    Dass du Kopfschmerzen bekommen kannst, wenn du den ganzen Tag mit herabhängenden Schultern vor dem PC sitzt, weisst du vielleicht. Doch deine schlechte Haltung kann sich nicht nur auf dein Wohlbefinden tagsüber auswirken: Die Verspannungen sorgen nämlich dafür, dass deine Atmung flacher wird und deine innere Anspannung zunimmt – und das kann wiederum das Abschalten am Abend erschweren. Sorge deshalb dafür, dass du regelmässig mental und auch körperlich runterfährst und deinen Rumpf stärkst.

  1. Dein Partner

    Sie schnarcht, er dreht sich viel und redet im Schlaf: Schon mal daran gedacht, dass deine Schlafprobleme vielleicht mit den nächtlichen Eigenheiten deines Partners zusammenhängen? Laut der US-amerikanischen Schlafforscherin Dr. Holly Phillips könnte das nämlich tatsächlich ein Grund sein. Sie empfiehlt deshalb, den Partner für eine Woche aus dem Schlafzimmer zu verbannen und zu checken, wie es dann um die nächtliche Ruhe steht. Wer nicht ganz so extrem sein will, sollte sich überlegen was mit geringerem Aufwand möglich ist: Nervt sein lauter Wecker, besorg ihm doch ein vibrierendes Fitnessarmband. Bewegt sich deine Partnerin im Schlaf zu viel, könnte eine zweigeteilte Matratze helfen.

  1. Dein Serien-Marathon

    Auch Serien-Fans schlafen laut Forschern der University of Michigan schlechter. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung: Je mehr Binge-Watching-Abende, desto häufiger neigen die Studienteilnehmer zu Schlafproblemen und Müdigkeit. Als Ursache für diesen Zusammenhang vermuten die Forscher, dass das Seriengucken zu Aufregung beim Betrachter führen könnte – was wiederum den Schlaf beeinträchtigt. Auch das blaue Licht der Bildschirme könnte den Schlaf stören: Schlafmediziner gehen davon aus, dass blaues Licht Schlafstörungen begünstigt.

  1. Dein Feierabendritual

    Zwei, drei Gläschen Wein abends helfen dir, dich zu entspannen? Mag sein – doch vom wirklich erholsamen Schlaf könnten sie dich abhalten. Bereits ein Glas bringt nämlich die natürliche Abfolge deiner Schlafphasen durcheinander, wie Wissenschaftler an der University of Michigan herausgefunden haben. Alk am Abend macht zwar müde und verstärkt den anfänglichen Schlaf, führt aber im zweiten Teil der Nacht zu mehr Wachphasen. Nach ein paar Stunden hat der Stoffwechsel nämlich den Alkohol abgebaut, die Körpertemperatur steigt und man wacht auf. Erholsamer ists also erstmal nüchtern (und vielleicht unentspannter) ins Bett zu gehen – um dann etwas später, aber dauerhaft einzuschlafen.

  1. Dein Wecker

    Du hast einen superduper-digitalen Wecker, der dir die Uhrzeit direkt auf die Wand projiziert? Nicht gut! Nachts ständig auf die Uhr zu schauen und auszurechnen, wie wenig Zeit dir noch bleibt um endlich einzuschlafen, kann dich nämlich noch unruhiger machen. Also stell deinen Wecker doch ein bisschen weiter vom Bett weg, steh nach einer halben Stunde Schlaflosigkeit auf um dich abzulenken – und versuchs dann nochmal.

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