Ronja macht dich zum Model

Zusammen mit Friday sucht Ronja Furrer ein Nachwuchstalent, das sie persönlich coachen wird. Vorab hat uns das Schweizer Topmodel vom eigenen Start erzählt und schon einige Tipps verraten.

Von: Marc-André Capeder

Ronja macht dich zum Model
Bild: Andreas Ortner Ronja Furrer: "Ich möchte gerne meine Erfahrung aus 11 Jahren Modelbusiness weitergeben."
11 Aug '17
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Ronja, es gibt schon so viele Castingaufrufe und Shows. Was ist bei «New Face by Ronja Furrer" anders?  Bei uns gibt es keine seltsamen Shootings, für welche wir die Mädchen mit Farbe vollschmieren oder so. "New Face by Ronja Furrer" soll die Realität des Modelbusiness darstellen.

Und wie sieht die Realität aus?  Die Shootings finden viel öfter in einem Studio statt als an weissen Sandstränden in der Karibik. Und Katalog-Jobs sind viel häufiger als edgy Modeshootings oder Kampagnen.

Warum willst du so ein Projekt umsetzen? Es ist eine Herzensangelegenheit. Wir haben so viele tolle Mädchen mit Potenzial in der Schweiz, bloss sind sie oft falsch beraten. Vor elf Jahren bin ich als 14-Jährige ganz allein nach Paris geschickt worden. Ich sprach kaum französisch, war einsam und völlig eingeschüchtert. Damals hätte ich mir eine Vertrauensperson aus dem Business gewünscht.

Diese Person willst du sein für die Gewinnerin des Castings?  Genau, ich möchte ihr meine Erfahrung als Model weitergeben, zusammen mit meiner Managerin Alexandra Aberli, um sie auf ihrem Weg zu unterstützen. Wir sind als Team für sie da.

Begleitest du sie auch zu Castings?  Ich bin selber noch sehr viel unterwegs, aber wenns die Zeit zulässt, ja, dann reise ich mit ihr auch nach Mailand oder Paris. Sie kann sich bei mir ausheulen, wenns mal nicht so gut läuft, oder sich mit mir über einen tollen Job freuen.

Hast du, was es zum Modeln braucht?

Dann mach mit bei New Face by Ronja Furrer  und bewirb dich auf fridaymagazine.ch/newface.

Die Gewinnerin kommt aufs Friday-Cover und wird auf ihrem Weg in die Fashionwelt exklusiv von Ronja gecoacht und begleitet. Die Bewerberinnen mit dem grössten Potenzial werden zu einem Casting nach Zürich eingeladen. Aus den zehn Finalistinnen wählen Ronja und eine internationale Jury, zu der auch unsere Redaktionsleiterin Kerstin Netsch gehört, die Gewinnerin. "New Face by Ronja Furrer" wird unterstützt von H&M und Samsung.

Was macht für dich ein gutes Model aus?  Ein Model muss nicht unbedingt klassisch schön sein. Kate Moss ists ja auch nicht. Aber sie muss sich wohlfühlen in ihrem Körper.

Was noch?  Ehrgeiz. Man muss Biss haben, darf sich nicht unterkriegen lassen. Vor allem der Anfang einer Modelkarriere kann sehr herausfordernd sein. Man hört öfter nein als ja.

Muss ein Mädchen zwingend ganz jung sein, um als Model Karriere zu machen? Grundsätzlich sehen die Agenturen mehr Potenzial in Girls zwischen 15 und 17 Jahren. Sie haben viel Zeit sich zu entwickeln. Bei "New Face by Ronja Furrer" sollen sich aber ruhig auch ältere Mädchen bewerben – ich bin die grossen Shows ja auch erst mit 21 gelaufen! Ich hoffe wirklich sehr, dass auch Mädchen aus den kleinsten Dörfern in den entlegensten Tälern, die noch nie ans Modeln dachten, am Casting teilnehmen.

Viele glauben, Modeln sei ein Traumjob. Das Ganze hat sicher Traumjob-Aspekte. Modeln kann finanziell lukrativ sein. Und wer gut im Business ist, trifft viele beeindruckende, kreative Leute. Ich habe während meiner Arbeit die weltbekannten Modefotografen Mario Testino kennengelernt und mit Karl Lagerfeld backstage an einer Fashion Show geplaudert. Für mich war Modeln aber auch eine gute Lebensschule.

“Man muss Biss haben in dieser Branche, man darf sich nicht unterkriegen lassen.”

Bild: Andreas Ortner

Wie meinst du das? Als Model lernst du, dich in immer wieder neuen Situationen mit fremden Leuten schnell zurechtzufinden. Du bist oft allein unterwegs, das macht dich selbständig und zeigt dir, dass Alleinsein etwas Schönes sein kann.

Glaubst du, der Job wird von vielen unterschätzt? Ja, Modeln ist Hochleistungssport! Die Shoots dauern nicht nur dreissig Minuten, du posierst mehrere Stunden in oft unbequemen Stellungen. Das geht an die Substanz.

Was ist für dich der anstrengendste Part?  Die ständige Abrufbereitschaft. Du musst immer ready sein, um zum nächsten Job zu reisen. Ich musste so häufig private Pläne, auf deren Umsetzung ich mich schon lange gefreut hatte, für Modeljobs absagen. Darüber sollte man sich im Klaren sein.

Was, wenn die Gewinnerin von "New Face by Ronja Furrer" irgendwann merkt, dass das Modeln doch nichts für sie ist?  Dann rufe ich die Anwälte an. Quatsch! Auch das ist völlig okay. Modeln ist ein hartes Business. Die Gewinnerin soll sich erst mal entwickeln und herausfinden, ob es sich für sie richtig anfühlt. Aus diesem Grund winken wir ja auch nicht gleich mit einem Modelvertrag.

“Ich hätte mir damals eine Vertrauensperson aus dem Business gewünscht.”

Bild: Andreas Ortner

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