In fünf Schritten zur Hingucker-Wohnung

Text-Praktikantin Felicia hat vor Kurzem einen Inspirationstag der Interior Design School of London besucht. Mitgebracht hat sie einen Step-by-Step-Guide für die Wohnungsgestaltung.

Von: Felicia Hofmann

In fünf Schritten zur Hingucker-Wohnung
Bild: plainpicture
03 Aug '17
zurück +36 -43
03 Aug '17
zurück +36 -43

Einrichten wie ein Profi? Ist gar nicht so kompliziert, wie es klingt – zumindest nach einem Besuch an der Interior Design School of London, wo ich im Mai einen Tag geschnuppert habe. Gelernt habe ich, wie Innendesigner vorgehen, wenn sie aus Wohnungen stylische Wohlfühloasen machen. Die fünf Basic-Schritte hab ich euch mitgebracht – schnappt euch Kleber, Papier und Schere!

  1. Die Grundlagen aufschreiben

    Beantworte für dich erst einmal folgende Fragen: Wie ist die Wohnung gelegen? Welchen Baustil haben die Zimmer? Wie viel Licht lassen die Fenster rein? Gibt es Treppen, Kamine oder sonstige fixe Objekte? Wofür sollen die einzelnen Räume genutzt werden? Gibts Lieblingsmöbelstücke, die du unbedingt im Raum haben möchtest? Schreib dir die Antworten auf einen Zettel. Das alles hilft dir dabei, klar vor Augen zu haben, was deine Ausgangslage ist. Denk dran: Ein Raum soll nicht nur ästhetisch sein, er muss auch im Alltag funktionieren. Überleg also zum Beispiel auch, wo die Steckdosen sind oder welche Räume oder Ecken besonders gut beleuchtet sein müssen.

  1. Adjektive finden

    Nun notierst du dir völlig frei fünf Adjektive, die auf deine Traumwohnung beziehungsweise auf die einzelnen Räume zutreffen sollen, zum Beispiel warm, hell, modern, romantisch, funky, kuschlig etc.

  1. Ein Mood-Board basteln

    Mit den Adjektiven im Kopf wird nun gebastelt! Aus Katalogen und Zeitschriften kannst du Bilder ausreissen, die das passende Gefühl oder die Stimmung für deine Wohnung wiedergeben. Oder du druckst dir aus dem Internet Pics aus, die dir gefallen. Dann fotografierst du deine fixen Objekte – wie ein Möbelstück, auf das du nicht verzichten möchtest oder ein Kamin – und druckst die Fotos aus. Entscheide dann, wie viel Bewegungsspielraum du in deiner Wohnung möchtest: Wie viel Platz soll zwischen deinen Möbelstücken bleiben? Je nachdem klebst du nun deine ausgewählten Bilder und die Fotos auf ein grosses Blatt Papier oder einen Karton eng aneinander oder lässt Raum dazwischen.

  1. Eine Material-Palette zusammenstellen

    Mithilfe des Mood-Boards kannst du jetzt die Farben und Materialien auswählen, die in deinem Zuhause vorkommen sollen. Dafür kannst du dich zum Beispiel in deinem Kleiderschrank, im Stoffladen, im Baumarkt oder auch beim Spazierengehen umschauen. Wenn ein Haus neu gebaut oder eine Wohnung komplett renoviert wird, haben die Profis natürlich mehr Möglichkeiten und können auch Wände, Böden und Fenster bestimmen. Aber auch wir haben viel Spielraum – zum Beispiel mit Möbeln, Vorhängen, Teppichen oder Tapeten. Tipp: Verschiedene Materialien lassen den Raum lebendig wirken. Zu viele Farben lassen ein Zimmer unruhig aussehen, lieber etwa nur drei pro Raum wählen.

  1. Einrichten

    Wenn Möbel, Vorhänge & Co. gefunden sind, beginnen die Innendesigner zu zeichnen und den Raum mithilfe einer Skizze zu planen. Das kann – auch ohne Zeichenkünste – hilfreich sein, um einen Überblick zu erhalten. Wer mit einem Bleistift in der Hand völlig überfordert ist, kann mit dem Mood-Board im Hinterkopf direkt loslegen – das allermeiste kann man ja jederzeit wieder umschieben. Viel Spass!

comments powered by Disqus

Lies auch das