Fühlst du dich moody und schlapp?

Dass im dunklen Winter ein Mangel an Vitamin D entstehen kann, wissen wir. Laut Wissenschaft ist das aber auch im Sommer möglich. Wir haben nachgefragt, wen es warum betrifft.

Von: Gina Buhl

Fühlst du dich moody und schlapp?
Bild: Lukasz Wierzbowski So löblich es ist: Ab und zu sollten wir raus aus dem Schatten.
31 Jul '17
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Wenn wir uns im Winter schlapp und moody fühlen, kann ein Vitamin-D-Mangel dahinter stecken. Vitamin D beeinflusst neben Knochen– und Muskelaufbau, Gedächtnisleistung und Immunsystem, nämlich auch unsere Stimmung. Da unser Körper das Vitamin D hauptsächlich übers Sonnenlicht direkt in der Haut produziert und nur ein kleiner Teil über die Nahrung aufgenommen werden kann, haben wir im Winter häufig zu wenig davon.

Büro-Gummis neigen zum Mangel

Erstaunlicherweise kann das aber auch im Sommer passieren. Vitamin-D-Studien, wie jene der Universität Harvard zeigen: Besonders bei Menschen, die nur zu Randzeiten – also morgens und abends – in die Sonne gehen, kann auch in den Sommermonaten ein Vitamin-D-Mangel entstehen. "Bei allen, die den ganzen Tag im Büro sitzen, ihre Mittagspausen im Schatten verbringen und dabei lange Kleidung tragen, kann das durchaus der Fall sein", bestätigt auch Prof. Dr. Heike Bischoff-Ferrari von der Uniklinik Zürich, Studienleiterin der europaweit grössten Vitamin-D-Studie.

Aufholen kann man am Wochenende

Da es aber mehrere Wochen dauert, bis sich Vitamin D im Körper komplett abbaut, sei es durchaus möglich, Defizite am Wochenende aufzuholen. Zehn Minuten Ganz-Körper-Sonnenbestrahlung im Bikini ohne Sonnenschutz bei Mittagssonne (danach aber dann unbedingt eincrèmen!) ergeben bis zu 7000 Einheiten Vitamin D, grundsätzlich sei eine Tagesdosis von etwa 800 Einheiten zu empfehlen. Somit wäre die Wochen-Dosis sichergestellt.

An regnerischen Wochenenden wirds eng

Zum Problem wird das Ganze aber zum Beispiel bei zwei aufeinanderfolgenden regnerischen Wochenenden und ausgedehnten Lern-Marathons in der Bibliothek oder einem verkaterten Sonntag. "Wer ganz sicher gehen will, kann seine Speicher in solchen Ausnahmesituationen mit Vitamin-D-Präparaten auffüllen", schlägt Prof. Dr. Bischoff-Ferrari vor.

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