3 Schweizer Labels, die Fair-Fashion cool machen

Am Samstag findet in Zürich der Fashion Revolution Day statt – mit Labels, die Hipness und Gewissen in die Schweizer Mode bringen. Wir stellen vor.

Von: Roberta Fischli

3 Schweizer Labels, die Fair-Fashion cool machen
Bild: Christandl / Photo: Simon Habegger 300 Minuten hats gedauert, den silbrigen Mantel von Christandl zu nähen.
28 Apr '17
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Ethische Mode ist nicht nur wichtig, sie kann auch richtig gut aussehen. Diesem Grundsatz hat sich die Fashion Revolution verschrieben, eine weltweite Bewegung, die sich für ein Umdenken in der Fashion-Industrie einsetzt – auch in der Schweiz.

Zum morgigen Fashion Revolution Day findet ein Fair Fashion Market in der Photobastei in Zürich statt. Wir zeigen dir, welche Labels du unbedingt auschecken solltest.

Jungle Folk

Die Designerin: Pauline Marie Treis

Die Story: Zuerst studierte Pauline internationale Beziehungen in Genf. Weil sich die gebürtige Münchnerin aber neben Politik auch fürs Reisen und für Mode interessiert, entschied sie auf einem Trip durch Kolumbien, auf ihre eigene Art politisch zu werden – und gründete ein Modelabel.

Die Mode: Klassisch und zeitlos. Alle Stoffe sind qualitativ hochwertig und natürlich bio. Ausserdem arbeitet Pauline hauptsächlich mit Frauen aus lokalen Communities in Bosnien, Kolumbien und Peru und zahlt ihnen faire Löhne. Den Begriff zeitlos nimmt man bei Jungle Folk übrigens wörtlich: Die Kollektionen erscheinen nicht vier mal im Jahr, sondern dann, wenn es passt.

International inspiriert, fair produziert: Das Zürcher Label Jungle Folk.

Bild: Spring Summer 2017 Cabo Collection, Photos by Katja Kremenic

Sanikai

Die Designer: Sanaz Akaouf und Kai Wasser

Die Story: Die Modedesign-Studentin Sanaz wollte Kleider tragen, die gut aussehen und umweltfreundlich produziert sind. Weil sie keine Stücke fand, die ihr gefielen, entwarf sie einfach selbst welche und gründete mit ihrem Geschäftspartner Kai Wasser das Label Sanikai. Sie entwirft die Designs, er kümmert sich um die Finanzen.

Die Mode: Feminin und knallig. Alte Fischernetze werden genau so verarbeitet wie recycelte Petflaschen. Das Resultat bringt uns sofort in Ferienstimmung: Vom sexy Fummel bis zum raffinierten Badeanzug, der dich stilsicher plantschen lässt, ist alles dabei. Ein Schweizer Familienbetrieb kümmert sich darum, dass die Nähte sitzen.

Alte Fischernetze und recyclte Petflaschen können auch ganz gut aussehen: Sanikai

Bild: Bon Wongwannawat, Collection S/S 2017

Christandl

Die Designerin: Eva Christandl

Die Story: Jedes Kleidungsstück hat eine Geschichte. Hier weisst du auch, welche: Bei Christandl erfährst du, wie die Näherin eines Stückes heisst, wie lange sie daran gearbeitet hat, und wo es produziert wurde. So siehst du genau, wie sich die 236 Franken für das Oversize-Kleid berechnen. Und plötzlich macht der Preis auch Sinn.

Die Mode: Verführerisch, minimalistisch. Die Stoffe kommen alle aus der Schweiz. Die Kollektionen bauen aufeinander auf und die einzelnen Stücke sind so raffiniert geschnitten, dass man sie für immer behalten will. Nachhaltig halt.

Minimalistisch, sexy, transparent: Bei Christandl siehst du genau, wofür du zahlst.

Fashion Revolution Day in Zürich

Am Samstag, 29. April findet in der Photobastei in Zürich der Fashion Revolution Day statt. Auf dem Programm stehen Workshops, Kunstinstallationen, Podiumsdiskussionen, Filmscreenings, ein Konzert - und natürlich ein Fair Fashion Market. Mehr Infos zur Veranstaltung und zum Programm gibt es hier.

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