6 Tipps für deine Start-up-Firma

Die Zürcherin Lea von Bidder, 27, lebt im Silicon Valley und hat bereits zwei erfolgreiche Unternehmen gegründet. Hier ihre Tipps für alle, die auch ein eigenes Business starten wollen.

Von: Britta Gfeller

6 Tipps für deine Start-up-Firma
Bild: Daniele Kaehr & Maya Wipf Lea von Bidder hat mit ihrer Firma Ava dieses Fruchtbarkeits-Tracking-Armband entwickelt.
19 Mär '17
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"Bei einer eigenen Firma macht man immer einen kleinen Schritt nach dem anderen", sagt Lea von Bidder. "Am Anfang glaubt man nie, dass man mal da ankommen wird, wo man hinmöchte." Lea ist angekommen – im Silicon Valley. Dorthin ist sie für ihre Start-up-Firma Ava gezogen. Mit dieser hat sie das erste Fruchtbarkeits-Tracking-Armband der Welt entwickelt. Es misst bei der Trägerin während des Schlafens verschiedene Parameter wie Puls, Durchblutung oder Atemfrequenz und berechnet damit die fruchtbaren Tage. Das hilft Frauen dabei, schneller schwanger zu werden.

Schon das zweite Start-up

"Die Firma ist für mich nicht nur Arbeit. Sie ist meine Leidenschaft", sagt Lea. Ava ist das zweite Start-up der 27-Jährigen. Nach ihrem Master in International Entrepreneurship hat sie eine Schokoladen-Firma in Indien aufgebaut. Damals war sie gerade mal 23 Jahre alt. Für alle, die auch von einer eigenen Firma träumen, hat Lea 6 Tipps, die den Start erleichtern.

  1. Die Idee

    "Eine super innovative Idee zu haben wird überbewertet. Wichtig ist, eine Idee zu haben, für die du dich begeisterst. Oft merkst du erst im Prozess, was du aus dieser Idee machen kannst und entwickelst sie so lange weiter, bis sie wirklich gut ist."

  2. Der Anfang

    "Es ist wichtig, so schnell wie möglich anzufangen. Das muss überhaupt nicht professionell sein. Stell deine Produkte selber her, lass sie von Freunden testen oder verkauf sie auf dem Weihnachtsmarkt. So merkst du schnell, was gut ankommt, wo du Schwierigkeiten hast und wo noch Verbesserungspotenzial besteht."

  3. Das Netzwerk

    "Wenn du andere Leute kennst, die bereits eine Firma gegründet haben, scheint der erste Schritt zu deiner eigenen Firma nicht mehr ganz so schwierig. Oft ist es auch einfacher, einen Business-Partner zu haben, mit dem man Ideen besprechen kann. Entweder findest du solche Leute im Studium, oder du suchst zum Beispiel im Internet nach Leuten und fragst sie, ob ihr euch mal treffen könnt. Die  meisten Start-up-Unternehmer sind sehr offen und hilfsbereit."

  4. Das Geld

    "Am Anfang musst du sicher selber investieren. Doch wenn du wenig Geld hast, dann investierst du halt weniger. Wir haben früh bei Start-up-Wettbewerben mitgemacht, so Preisgeld gewonnen und Investoren gefunden. In der Schweiz gibt es sehr viele solcher Wettbewerbe. Die findest du zum Beispiel auf startupticker.ch."

  5. Die Zeit

    "Wenn du ein Start-up gründest, musst du dir bewusst sein, dass du dich für lange Zeit verpflichtest. Als Start-up-Unternehmer gründet man nicht alle drei Jahre eine neue Firma, sondern entwickelt sein Geschäftsmodell immer weiter. Einige verkaufen ihre Firmen nach acht bis zehn Jahren, andere behalten sie für immer."

  6. Die Einstellung

    "Jeder kann Start-up-Gründer werden. Man braucht aber genug Drive. Und man muss mit dem ständigen Risiko und der harten Arbeit umgehen können. Eine Firmengründung ist kein 9-to-5-Job."

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