Daran haben wir uns nun endgültig sattgesehen

Veränderungen tun gut, auch daheim beim Einrichten. Wir verraten euch, von welchen sieben Trends wir uns dieses Jahr verabschieden.

Von: Irène Schäppi

Daran haben wir uns nun endgültig sattgesehen
Bild: plainpicture Bitte entsorgen: Ranzige Möbel aus dem Brocki.
11 Jan '17
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Ausmisten oder die Wohnung upgraden ist einer der häufigsten Vorsätze zum Jahresanfang – auch bei uns auf der Redaktion. Inspiration gibts auf Social Media ohne Ende. Uns ist beim Durchscrollen jedoch aufgefallen, dass sich die meisten Feeds in Sachen Möbel und Accessoires extrem gleichen. 

Wir wollens persönlicher

So schön Vintage-Möbel oder der Skandi-Chic auch sind (ja, auch wir haben mitgemacht): Dieses Jahr wollen wir unser Daheim wieder individueller einrichten. Schliesslich soll unsere Wohnung zu unserer Persönlichkeit passen. Weg also von Normcore in den eigenen vier Wänden, hin zu mehr Wärme und Individualität. Ums euch einfacher zu machen, hier die sieben Interiortrends, an denen wir uns satt gesehen haben.

  1. Raw Chic

    Lange galt es als verpönt, zu Hause Bilder aufzuhängen – das hätte sonst den fabrikmässigen Loft-Charakter mit viel Ziegelstein oder Beton à la Brooklyn ruiniert. Bloss wollen wir keine nackten Wände mehr anstarren: Ob Kunst, eine Fotowand oder hübsche Tapeten (wir sind gerade schock-verliebt in die Designs von Fornasetti): Alles ist besser als gähnende Leere.

    Raw Chic

    Bild: iStockphoto

  1. Bildbände als Nachttisch-Ersatz

    Coffee Table Books sind was Schönes – beim Durchblättern können wir auf unserer Couch auf Reisen gehen, in Modewelten eintauchen oder wunderbar auf den Spuren unserer Musikhelden wie David Bowie wandeln. Nur sollten wir diese schweren Kunstwerke in Buchform auch nutzen, statt sie als Nachttisch-Ersatz neben dem Bett zu stapeln. 

    Bildbände als Nachttisch-Ersatz

    Bild: iStockphoto

  1. Konfiglas als Vase

    Die Idee, Konfitüregläser wiederzuverwenden, finden wir super. Trotzdem: Blumen in solche Dinger zu stecken, wirkt eher nachlässig als cool. Besser: Schöne Keramikvasen, wie zum Beispiel von Linck Keramik oder L'Elefantino verwenden – darin kommen Blumensträusse erst richtig zur Geltung, und euer Besuch hat auch noch mehr Freude an seinem blumigen Mitbringsel.

    Konfiglas als Vase

    Bild: plainpicture

  1. Nordischer Minimalismus

    Ob auf Interiorblogs, Insta-Accounts oder sogar bei Freunden: Die meisten setzen auf Skandi-Chic. Wir bislang auch. Weil wir diesen Einrichtungsstil inzwischen echt gesehen haben und uns mehr Abwechslung wünschen, ist es Zeit, die puristischen Stücke auszumisten. Natürlich nicht gleich alles – von nordischen Klassikern wie etwa dem Wishbone Chair von Hans J. Wegner werden wir uns nie mehr trennen. Unser Tipp: Den Skandi-Chic brechen und vielleicht einen samtig-kuscheligen Lesesessel dazu stellen, eine Fotowand mit euren Liebsten kreieren oder etwas mehr Kitsch – Hauptsache, es wirkt nicht mehr nordisch kühl, das hat nämlich nichts mit Hygge zu tun.

    Nordischer Minimalismus

    Bild: iStockphoto

  1. Nackte Glühbirnen

    Lichtquellen ohne Lampenschirm wirken rasch grell – ganz abgesehen davon, dass nackte Glühbirnen eher an eine Werkstatt erinnern und alles andere als heimelig sind. Trend hin oder her also, wir sind sehr over Bulb-Lamps und machen uns auf die Suche nach hübschen Lampenschirmen (gibts unter anderem hier), die je nach Farbe für eine andere Stimmung sorgen.

    Nackte Glühbirnen

    Bild: plainpicture

  1. Parfümflakons auf dem Tablett

    Flakons sind fast schon kleine Kunstwerke und sehen mal nach Alchemie aus, mal nach einem Fläschchen, das bei Marie Antoinette im Boudoir hätte stehen können. Natürlich wollen wir dann unsere olfaktorischen Schätze auch möglichst schön präsentieren. Auf einem Teetablett oder einer Étagère im Schlafzimmer siehts dann aber doch zu inszeniert aus. Warum eure Lieblingsdüfte nicht schön im Badezimmer aufstellen und die Parfums, welche ihr grad nicht so spürt, für eure Gäste zum Ausprobieren beim Lavabo auf der Toilette lassen?

    Parfümflakons auf dem Tablett

    Bild: iStockphoto

  1. Ranzige Brocki-Möbel

    Möbel aus dem Brockenhaus haben Charme, erzählen Geschichten und schonen unser Budget. Doch zu abgerockte Teile wie speckig-löchrige Ledersessel gehören nicht in die Wohnung, sondern in den Sperrmüll. Shabby Chic bekommen wir auch anders hin – und zwar ohne Bettläuse & Co.

    Ranzige Brocki-Möbel

    Bild: plainpicture

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