8 Gesundheits-Tipps, die nichts bringen

Die fragwürdige Detox-Diät oder den BMI berechnen: Acht Dinge, die uns angeblich gut tun, in Wahrheit keinen Unterschied machen.

Von: Sophia Cosby

8 Gesundheits-Tipps, die nichts bringen
Bild: Fruchtsäfte sind bunt, enthalten aber keine Ballaststoffe.
08 Jan '17
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Wir alle kennen sie, diese hartnäckigen Gesundheitsmythen, die wir irgendwann mal von irgendjemandem gehört haben und einfach nicht mehr aus den Köpfen kriegen. Hier sind neun dieser "Tipps", auf die du easy verzichten kannst.

  1. Den BMI berechnen

    Den Body-Mass-Index gibt es schon ewig – seit 1830. Doch als Massstab für Fitness und Gesundheit taugt er nichts. Denn bei der BMI-Berechnung werden nur die Körpergrösse und das Gesamtgewicht in Betracht gezogen. Der Körperfettanteil und der Taillenumfang werden beim BMI nicht beurteilt, obwohl beide sehr wichtig sind um Diabetes oder Herzkrankheiten vorzubeugen.

  2. Saft trinken

    Wenn es um Ernährungs-Hypes geht, sind Obst- und Gemüsesäfte schon seit Jahren die Nummer Eins. Doch eigentlich haben Säfte diesen Ehrenplatz nicht verdient. Denn bei der Entsaftung werden die Nähr- und Ballaststoffe entfernt, übrig bleibt hauptsächlich Fruchtzuckerwasser. Eine etwas bessere Option sind kaltgepresste Säfte oder Smoothies, die die ganze Frucht enthalten und immerhin noch Ballaststoffe mitbringen.

Fruchtsäfte bestehen grösstenteils nur aus Zucker. 

Bild: iStockphoto

  1. Auf das Eigelb verzichten

    Beim Omelette-Kochen kannst ruhig das ganze Ei, nicht nur das Eiklar, in die Pfanne hauen. Denn es gibt mehrere Studien die belegen, dass das Cholesterin von Lebensmitteln nur einen minimalen Einfluss auf den Cholesterinspiegel haben. Falls du zu hohen Werten neigst, klärst du dein Lieblingsfrühstück lieber zuerst mit deinem Arzt oder einem Ernährungsberater ab.

  2. Detox-Diäten

    Wer das neue Jahr mit einer Detox-Diät starten möchte, sollte es lieber lassen: Denn dein Körper kann sich Dank Leber und Nieren schon von selbst reinigen und schädliche Stoffe ausscheiden, dazu braucht er kein "cleanes" Ernährungsprogramm. Wenn du deinem Körper was Gutes tun möchtest, dann versorge ihn das ganze Jahr über mit unverarbeiteten Nahrungsmitteln, iss weniger Zucker und trink weniger Alkohol. 

  3. Die Hände mit Desinfektionsgel einschmieren

    Besonders in der Grippen- und Erkältungs-Saison zücken wir gern das kleine Desinfektionsgel-Fläschchen und drücken unseren Freunden und Mitarbeiten eine grosszügige Menge in die offenen Hände. Doch wenn du dir regelmässig die Hände wäschst, ist ein Desinfektionsgel eigentlich überflüssig

Du brauchst kein Desinfektionsgel – Wasser und Seife tuns auch. 

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  1. Nach dem Aufstehen direkt das Bett machen

    Ein gemachtes Bett sorgt für Wohlbefinden und Zufriedenheit. Doch wer direkt nach dem Aufstehen die Decken zusammenfaltet, schliesst Hitze und Feuchtigkeit mit ein. Da freuen sich die Bakterien und Hausstaubmilben! Lieber das Schlafzimmer und die Bettwäsche zuerst gut durchlüften, dann die Kopfkissen rütteln. 

  2. "Cheat-Days"

    Viele erlauben sich während einer Diät einen Tag, wo sie alles essen dürfen, was ihr hungriges Herz gerade begehrt. Doch der sogenannte Cheat-Day ist reine Sabotage: Nur ein Tag der Schlemmerei öffnet Tür und Tor für weitere Nachgiebigkeiten und die Diät ist geschmissen. Wer sich ab und zu eine kleine Nascherei gönnt, bleibt eher auf Kurs.

  3. Fettarme und "Light"-Produkte

    Seit den 90ern boomt die "Fat-Free"-Industrie. Doch fettarme und "Light"-Produkte enthalten viel Zucker oder Süssstoffe, die das Sättigungsgefühl beeinträchtigen und dazu führen, dass wir nach dem Essen gleich wieder Hunger haben. Daher empfehlen Ernährungswissenschaftler, dass 20 bis 35% unseres täglichen Kalorienbedarfs aus Fett besteht. Klar ist Fett nicht gleich Fett: Am besten essen wir "gutes" Fett, wie das von Nüssen, Oliven oder Fisch wie Lachs oder Thunfisch.

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