Soulfood für den veganen Januar

Die Kampagne "Veganuary" will uns motivieren, einen Monat auf tierische Produkte zu verzichten. Mit diesen drei veganen Comfort-Food-Rezepten fällt das besonders leicht.

Von: Violet Kiani

Soulfood für den veganen Januar
Bild: istockphoto Sieht doch zum Reinbeissen aus! Ein Burger mit veganem Cheese und Tofupatty.
07 Jan '17
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Über 50'000 Leute haben sich bereits auf Veganuary.com eingetragen, um die kulinarische Mission zum Wohl der Tiere zu unterstützen.

Einen Monat lang ohne tierische Produkte kochen und essen, sich der prekären Zuständen in der Fleischindustrie und dem Leid der gehaltenen Tiere bewusst werden – dazu will uns die gemeinnützige Organisation aus England motivieren. Seit 2014 ruft sie jeweils Anfang Jahr zum veganen Januar auf.

Auf der Website gibts zudem tolle Inspiration für Gerichte und Rezepte. Ich habe drei deftige Klassiker für euch ausgesucht, die beweisen, dass man vegan essen kann, ohne auf sein Lieblingsgericht zu verzichten.

Noch ein Hinweis zu den Rezepten: Wenn Fleisch und Milch durch Sojaprodukte ersetzt werden, unbedingt darauf achten, dass der Soja aus nachhaltigem Bio-Anbau stammt. Das ist aus diesen Gründen wichtig, wenn wir neben den Tieren auch die Umwelt schonen wollen.

  1. Veganer Sheperd's Pie

    Das britische Comfort-Food wird eigentlich mit Hackfleisch und Käse zubereitet – so geht es auch ohne:

     

    Das braucht ihr für 6 Personen:

    Für die Sauce

    250 ml Gemüsebouillon

    125 ml Sherry oder trockener Weisswein

    2 EL Sojasauce

    1 EL Dijonsenf

    2 Knoblauchzehen, geschält und gepresst

    30 g Hefe

    2 EL Maisstärke

     

    Für die Füllung

    500 g sehr fester Tofu oder Tempeh, abgegossen und gepresst, in Würfel (ca. 1,5 cm) geschnitten

    1 TL Selleriesamen

    175 g Zwiebel, gehackt

    1 EL Erdnussöl

    500 g TK-Mischung aus Möhren, Mais und Erbsen

    1 EL getrockneter Oregano

    1⁄2 Bund frische Petersilie, gehackt

    1 TL getrockneter Rosmarin

    Salz und Pfeffer

     

    Für die Kartoffelpüree-Kruste

    6 Kartoffeln, geschält, in Stücke geschnitten und weich gekocht

    50 g Pflanzenmargarine, plus 2 EL zum Überbacken

    125 ml ungesüsste Pflanzenmilch

    1 TL Chiliflocken

    Salz

Ein typisch britischer Sheperd's Pie ohne Hackfleisch und Käse – dafür mit umso mehr Liebe.

Bild: istockphoto

So gehts:

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

Für die Sauce alle Zutaten zusammenrühren und beiseite stellen.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und Tofu oder Tempeh, Salz, Pfeffer, Selleriesamen und Zwiebeln rund 10 Minuten unter Rühren bräunen. Das gefrorene Gemüse, Kräuter und braune Sauce einrühren, auf mittlerer Hitze 3 Minuten kochen, bis die Sauce andickt. Beiseite stellen.

Die heissen Kartoffeln mit rund 50 ml Milch und Salz fein zerdrücken. Falls das Püree zu fest ist, mehr Milch zugeben. Die Füllung in eine Auflaufform umfüllen und das Kartoffelpüree gleichmäßig darauf verteilen. Die restliche Pflanzenmargarine in Flocken daraufsetzen. Mit Chiliflocken bestreuen und den Auflauf in den Ofen schieben.

25 Minuten goldbraun backen, gegen Ende noch ein paar Minuten den Grill zuschalten.

  1. Vegane Spaghetti Carbonara

    Pasta macht glücklich! In dieser Version auch die Tiere, denn auf Bacon und Eigelb wird verzichtet. 

     

    Das braucht ihr für 2 Personen:

    250 Gramm Hartweizen Spaghetti 

    100 Gramm Räuchertofu, gewürfelt

    3 EL Olivennöl

    1 Zwiebel, fein gehackt

    1 Knoblauchzehe, fein gehackt

    30 Gramm vegane Butter (Alsan)

    30 Gramm Weizenmehl 

    500 ml Hafermilch oder andere Pflanzenmilch

    2 EL Hefeflocken

    1 EL Cashewmus oder Mandelmus

    1 TL Sojasauce

    1 EL Zitronensaft

    Petersilie, gehackt

    1 EL geröstete, zerstossene Pinienkerne (als Parmesan-Ersatz)

    Salz, weisser Pfeffer

    Muskatnuss, frisch aufgerieben

     

Köstliche Spaghetti Carbonara auf die vegane Art

Crèmig, köstlich: Carbonara geht auch wunderbar ohne Ei und Speck.

Bild: Instagram alinacircus

So gehts:

Pasta nach Packungsanleitung bissfest garen. Wasser abgiessen und Pasta kurz mit kaltem Wasser abspülen. 

Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel-, Knoblauch und Räuchertofuwürfel 2-3 Minuten scharf anbraten. Vegane Butter hinzu fügen und schmelzen lassen. Rühren, damit keine Zutaten am Topfboden klebenbleiben.

Nun zügig Mehl einrieseln lassen und mit einem Schneebesen kräftig rühren und sofort die Hälfte der Pflanzenmilch dazu gießen. Hitze vom Herd reduzieren, weiter rühren und die restliche Pflanzenmilch nach und nach zugiessen. Carbonara-Sauce mit Hefeflocken, Salz, Pfeffer, 1 TL Sojasauce und Muskat würzen. Cashewmus einrühren.

Die Sauce etwa 4 Minuten köcheln und eindicken lassen. Die Carbonara-Sauce zum Schluss mit 1 EL Zitrone und frischer Petersilie würzen. Abschmecken.

  1. Veganer Cheeseburger

    Der Fastfood-Klassiker mit gutem Gewissen und selbstgemachter Mayo – dazu schmecken natürlich Pommes. 

     

    Das braucht ihr für 2 Personen:

    2 vegane Burger-Brötchen

    2 Scheiben veganen Käse

    Tomaten- und Gurkenscheiben

    Zwiebelringe

    Salatblätter

     

    Für die Mayo

    100ml Sojamilch

    1 EL Senf

    1 TL Salz

    1 Spritzer Zitronensaft

    300 ml Öl

     

    Für den Burgerpatty

    4 EL Seitan 

    3 EL gemahlene Sojaschnetzel

    1 EL Hackfleischgewürz

    1 Schuss Sojasauce

    100 ml Wasser (je nach Seitanpulver)

    etwas Öl

Veganer Cheeseburger

Neben Tomate, Zwiebel und Salat sind auch das Brötchen, der Käse und die Mayo in diesem Burger vergan.

Bild: istockphoto

So gehts:

Für die Mayo alle Zutaten bis auf das Öl in einen Mixer geben und das Öl während des Mixens langsam dazugeben. Kalt stellen. Alle Zutaten für die Burgerpatty zusammenkneten und Pattys daraus formen. 15-20 Minuten dampfgaren.

Die Pattys mit den Zwiebelringen von beiden Seiten gut anbraten. In der Zwischenzeit die Brötchen aufbacken, aufschneiden und mit Mayo bestreichen. Mit Gurkenscheiben, Patty, Zwiebelringen, Käse, Salat und Tomatenscheiben füllen.

Violet Kiani hat zwei Kochbücher veröffentlicht, veranstaltet regelmässig Supperclubs und pendelt zwischen Zürich, Berlin und London. Für Friday bloggt sie jeden Dienstag und Samstag über Food.

 

 

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