3 Theater-Knaller im Januar

Nichts gegen Kino. Wenn uns das neue Jahr aber ein Bomben-Programm voller Must-see-Stücken schenkt, dann gehen wir nur zu gern fremd: Ab ins Zürcher Theater.

Von: Karin Zweidler

3 Theater-Knaller im Januar
Bild: Barbara Braun Alles wie immer und irgendwie doch nicht: Der Klassiker "Die Fledermaus" wird im Theater Neumarkt neu inszeniert.
04 Jan '17
zurück +9 -3
04 Jan '17
zurück +9 -3
  1. "Myousic"

    "No language skills needed", schreibt das Theater Gessnerallee zum Titel "Myousic" – geredet wird hier nicht. Und nicht nur das: Die erste Soloinszenierung von Klangkünstler Dimitri de Perrot (sonst unterwegs mit Partner Zimmermann) lässt nicht nur die Sprache, sondern gleich auch die Schauspieler weg. Alleiniger Hauptdarsteller und Geschichtenerzähler: Der Klang. Der einzige, der sonst noch auf die Bühne darf, ist Schlagzeuger Julian Sartorius. Wer jetzt ein Konzert erwartet, liegt trotzdem falsch. "Myousic" ist viel mehr.

     

    Donnerstag 12.1. bis Mittwoch 18.1., Theater Gessnerallee, Gessnerallee 8, Zürich

  1. "High (du weisst wovon)"

    Wer sich öfters ins Theater setzt, dürfte René Pollesch bereits kennen. Wer nicht, tut es nach "High (du weisst wovon)". Auch in seinem siebten Stück mit dem Ensemble des Zürcher Schauspielhauses setzt der Regisseur auf seine altbewährten Mittel: Viel Sprachwitz, Rollen, die gern auch mal auf der Bühne getauscht werden – und die grossen Fragen des Lebens im 21. Jahrhundert: Wie geht Liebe in Zeiten des Kapitalismus? Wie Arbeit? Dürfte gut werden.

     

    Von Samstag, 7.1. bis Montag 27.2. Schiffbau, Schiffbaustrasse 4, Zürich 

Immer wieder beeindruckend bei René Polleschs Inszenierungen: Das Bühnenbild.

Bild: Matthias Horn

  1. "Die Fledermaus"

    Eigentlich kennen wir "Die Fledermaus" als Operette von Johann Strauss. Die bleibt sie auch im Theater Neumarkt – nur eben anders: Der Ultraklassiker wird dort auf einmal überraschend, wird lebendig und bleibt intensiv. Und die Lieder? Kriegen durch Klavier, Gitarre, Schlagwerk und Vibraphon neues Leben eingehaucht, bleiben aber nach wie vor essentiell für die Handlung.

     

    Noch bis zum 18.2. im Theater Neumarkt, Neumarkt 5, Zürich

Lies auch das

comments powered by Disqus