Warum wir jetzt nach Myanmar wollen

Erst seit ein paar Jahren für Reisende offen, bleiben in Myanmar die grossen Touristenströme noch aus. 6 Gründe, warum jetzt der perfekte Zeitpunkt ist, das Land zu bereisen.

Von: Annik Hosmann

Warum wir jetzt nach Myanmar wollen
Bild: istockphoto Weite Landschaften, hilfsbereite Menschen und unberührte Strände: Myanmar hat einiges zu bieten.
29 Okt '16
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  1. Die Offenheit der Menschen

    Merken die Myanmaren, dass du dich für sie und ihr Land interessierst, sind sie wahnsinnig offen. Nach kurzem Smalltalk werden Fragen zur buddhistischen Kultur genauso offen und ehrlich beantwortet wie die zu Politik, sozialen Problemen und der Vergangenheit des Landes.

  2. Die surreale Hauptstadt

    Es gibt wohl kaum ein anderes Land, in dem die Hauptstadt weder ein Stadtzentrum noch Menschen auf den Strassen hat – in Myanmar ist das aber so. Vor elf Jahren hat die Regierung Naypyidaw aus dem Boden gestampft, wo mal Millionen Menschen leben sollen. Die bis zu zehnspurigen (!) und kaum befahrenen Strassen muten so surreal an, dass es kaum Worte dafür gibt. Deshalb: Roller mieten und einige Stunden kreuz und quer durch die leer gefegten Strassen fahren.

    Die surreale Hauptstadt

    Bild: zvg

  3. Begegnungen in der Holzklasse

    Die Züge sind laut, holprig und langsam – die Begegnungen mit den Einheimischen während der Fahrt machen das aber allemal wett. An kaum einem anderen Ort fühlst du dich so schnell wie einer von ihnen. Auch die Landschaften, die während der Fahrt an dir vorbeiziehen, sind atem­beraubend: Die schönste Strecke ist die zwischen Mandalay und Hsipaw (dauert 12 Stunden, Abfahrt jeweils um 4 Uhr morgens). Auch eine Fahrt wert: die Strecke zwischen Rangun und Bago (dauert 4 Stunden).

    Begegnungen in der Holzklasse

    Bild: zvg

  4. Unberührte Strände

    In der Nähe der Stadt Dawei im Südosten des Landes gibts weisse Sandstrände zu entdecken, an denen du Krebse fangen und sie – wie die Myanmaren es tun – über dem Feuer braten kannst. Lieber weniger Robinson Crusoe? Dann geh zum Maungmagan Beach, wo es neben einem Fischerdorf auch einige Hotels gibt.

  5. Verlassene Tempel

    Zwar ist die Stadt Bagan das Hauptziel vieler Touristen, dank den über 3000 Tempeln in der Umgebung findest
    du aber mit Sicherheit immer einen, den du ganz für dich allein hast. Unbedingt die Locals nach den Tempel-Geheimtipps fragen!

    Verlassene Tempel

    Bild: Getty Images

  6. Grosse Hilfsbereitschaft

    Obwohl es in vielen Regionen wegen der politischen Lage noch immer brodelt, kann man sich sicher sein, dass die Menschen einem bedingungslos weiterhelfen. Egal ob du dich planlos in die Motorradtaxis in Mandalay setzt, in einen der vielen Tea Shops oder in verwinkelten Nebenstrassen unterwegs bist: Es ist immer jemand zur Stelle, der dir eine Tasse Schwarztee mit Kondensmilch reicht (trinkt man hier immer und überall) oder hilft, wenn das Benzin des Rollers mitten im Nirgendwo ausgeht.

Gut zu wissen

Das südostasiatische Myanmar (früher Burma) wurde von 1962 bis 2011 von einem Militärregime regiert – erst seit wenigen Jahren findet ein Demokratisierungsprozess statt. Die grosse Hoffnung des Landes ist Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Nach mehreren Jahren Hausarrest war sie Parlamentsabgeordnete und ist seit März Regierungschefin (Staatsberaterin) unter Präsident Htin Kyaw. Seit der Öffnung des Landes steigt die Anzahl der Touristen laufend. Weil aber in vielen Regionen – in Myanmar leben 135 Ethnien – noch immer Konflikte herrschen, sind gewisse Gebiete für Reisende nicht zugänglich.
Weitere Infos gibts hier.

Flug mit Swiss ab Zürich nach Rangun und retour ca. Fr. 800.–.

Beste Reisezeit: Oktober bis Februar

Wichtig: Für die Ein- und Ausreise ist ein Visum zwingend; Mehr Infos findet ihr hier.

 

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