Author

8 Tipps für dein selbstgebackenes Brot

Wer sich wirklich gesund ernähren möchte – und im Trend liegt –, backt sein eigenes Brot. Mit diesen Tricks duftets bei dir schon bald wie in einer Backstube.

8 Tipps für dein selbstgebackenes Brot
Bild: istockphoto Mit dein eigenen Händen ein Brot zu backen, macht einen stolz – und gesund.
29 Mär '16
zurück +73 -35
29 Mär '16
zurück +73 -35

Neulich stand ich in einem Club und während basslastiger Electro-Sound laut durch den Raum dröhnte, unterhielten sich neben mir zwei Mädchen. Sie mussten so schreien, dass auch ich jedes Wort verstand: "Ich habe gestern Eiweissbrot gebacken!", schrie die eine zur anderen. "Cool!", antwortete die andere und wollte wissen, wie es denn geschmeckt habe.

Clean, duftend und gut für die Figur

Eigenes Brot zu backen wird gerade wiederentdeckt. Der Trend geht Hand in Hand mit anderen kulinarischen Bewegungen – Clean Eating zum Beispiel. Der Wunsch, auf schlechte Zutaten wie Konservierungsstoffe und Chemikalien zu verzichten, bringt viele dazu, die eigene Küche in eine Backstube zu verwandeln. 

Besonders beliebt bei Figurbewussten: Eiweissbrot ohne Kohlenhydrate. Ob Eiweiss, Vollkorn, Weizen oder Sauerteig: Brot zu backen hat etwas archaisches. Seit etwa 10'000 Jahren bauen Menschen Getreide an und verarbeiten es zu Brot. Vielleicht erfüllt es einen daher auch mit einem besonders stolzen Gefühl, einen selbst gebackenen, duftenden Laib aus dem Ofen zu holen. Gute Rezepte und Ideen findet ihr hier.

 

Meine Tipps fürs Brotbacken

Jetzt mal ehrlich: Wer kann schon frisch duftendem Brot widerstehen?

Bild: istockphoto

1. Das Verhältnis von Mehl und Wasser muss exakt stimmen. Also erst eine Küchenwaage besorgen, dann losbacken.

2. Anfänger bekommen ein besseres Verständnis von Zutaten und Teig, wenn sie mit den Händen kneten, statt mit einer Maschine zu arbeiten.So versteht man besser, was wie miteinander reagiert. 

3. Damit der Teig im Ofen schön aufgehen kann, sollte sich die Kruste nicht zu früh bilden. Deswegen beim Backen eine ofenfeste Schale mit Wasser oder Eiswürfeln auf den Boden des Ofens stellen. 

4. Körner und Samen kann man leicht anrösten, bevor man sie zum Teig gibt. So gekommen sie einen nussigen Geschmack.

5. Einen Esslöffel Essig dem Teig zum Ende hinzugeben, damit das fertig gebackene Brot innen weich bleibt. Den gleichen Effekt hat ein Esslöffel Sojamehl.

6. Den Teig nicht auf einer bemehlten Oberfläche kneten, sonder ganz wenig Olivenöl oder etwas geschmolzene Butter benutzen, um ein Ankleben zu vermeiden. 

7. Der Teig muss in den meisten Rezepten zweimal ruhen: nach dem Vermischen der Zutaten und nach dem Formen des Laibs. In einer warmen Umgebung geht das schneller, in einer kalten Umgebung wird das Brot dafür geschmackvoller.

8. Vor allem beim Eiweissbrot lohnt es sich, selber zu backen, um zu wissen, was drin steckt. Bei gekauften Eiweissbroten werden fehlende Kohlenhydrate oft durch Fett ersetzt.

Violet Kiani hat zwei Kochbücher veröffentlicht, veranstaltet regelmässig Supperclubs und pendelt zwischen Zürich, Berlin und London. Für Friday bloggt sie jeden Dienstag und Samstag über Food.

Lies auch das