Dolce & Gabbana sind jetzt doch für Homo-Familien

Vor einem Jahr sprachen sich die Designer öffentlich gegen Regenbogenfamilien aus. Mit einer plakativen Taschen- und T-Shirt-Kollektion folgt jetzt der grosse Kurswechsel.

Von: Marc-André Capeder

Dolce & Gabbana sind jetzt doch für Homo-Familien
Bild: Instagram Stefano Gabbana Etwas albern: Die Taschen aus der Kollektion.
02 Feb '16
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Was für ein Sinneswandel. Im März 2015 äusserten sich Domenico Dolce und Stefano Gabbana noch abfällig über Regenbogenfamilien und sprachen von "synthetischen Babys" und "gemieteten Gebärmüttern". Ein riesiger Shitstorm auf Social Media und Aufrufe von Stars wie Elton John, Ricky Martin und Victoria Beckham zum Boykott des Modehauses liessen die beiden Designer zurückkrebsen: Sie entschuldigten sich öffentlich.

Pünktlich zum Beginn der Debatte über eingetragene Partnerschaft und Stiefkindadoption durch homosexuelle Paare im italienischen Parlament bringen die beiden Designer nun eine - leider etwas alberne - Handtaschen- und T-Shirt-Kollektion mit Cartoon-Regenbogenfamilien raus. 

Mama und Mama, Papa und Papa.

Bild: Instagram Stefano Gabbana

Stefano Gabbana hat die ersten Bilder der Kollektion am Freitag auf seinem Instagram-Account zusammen mit den Hashtags #dgfamily und dem Satz "Jede Familie bedeutet Liebe" gepostet. Ob die Designer nun definitiv geläutert sind oder die Minikollektion bloss eine weitere Massnahme zur Schadensbegrenzung bei der bekanntlich kaufkräftigen homosexuellen Zielgruppe ist, sei nun mal dahingestellt.

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