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7 Dinge, die du über Mundgeruch wissen solltest

von Gina Buhl

1 APRIL 2018

Health

Haben will ihn niemand – trotzdem ist schlechter Atem für manche von uns Alltag. Wie er entsteht, was es schlimmer macht und was dagegen hilft.

"Warum ist sie jetzt gerade so zurück gezuckt? Hab ich etwa...? Mal in die Hand hauchen. Hm, ich riech nichts. Lieber trotzdem mal ein bisschen auf Abstand gehen. Shit, was, wenn ich wirklich stinke?" Wahrscheinlich kennen einige diese Gedanken während eines Gesprächs, oder?

Rund ein Viertel aller Schweizer leidet unter chronischem Mundgeruch. Der schlechte Atem ist also nicht nur nach dem Knoblibaguette oder der Kaffee-Überdosis da, sondern ständig. Im Alltag kann das zur grossen Belastung werden – für die Betroffenen und ihr Umfeld.

Aber wie entsteht Mundgeruch überhaupt? Was hilft? Was nicht? Wir haben mal recherchiert.

  • So entsteht der üble Geruch
    In unserem Mund fühlen sich unzählige Bakterien und andere Mikroorganismen pudelwohl – vor allem zwischen den Zähnen, in Vertiefungen und auf der Zunge setzen sie sich ab. Die Bakterien zersetzen Essensreste und Zellanteile von Mundschleimhaut und Speichel, und lassen so Schwefelverbindungen entstehen, die wir an dem fauligen Geruch erkennen.
  • Ab wann spricht man von Mundgeruch?
    Mundgeruch ist nicht gleich Mundgeruch: Riechts beim Ausatmen aus dem Mund schlecht, liegt die Ursache meist innerhalb der Mundhöhle. Wenn die Luft auch beim Ausatmen durch die Nase unangenehm riecht, liegt die Ursache meist ausserhalb der Mundhöhle – also in der Nase, den Nasennebenhöhlen, den Bronchien oder dem Magen – was sehr selten der Fall ist. Tatsächlich kommt der üble Geruch nämlich in 90 Prozent der Fälle aus dem Mund.
  • So kriegst du raus, ob du es hast
    Leider bringt das unauffällige in die Hand hauchen kaum etwas – den eigenen schlechten Atem riecht man selbst nicht, weil der Mund mit dem Nasenraum verbunden ist. Unser Geruchssinn ist also dauerhaft dem Mundgeruch ausgesetzt, sodass ein Gewöhnungseffekt eintritt. Mediziner nennen das Adaption. Am besten funktioniert also das, was am schwierigsten umzusetzen ist – jemanden zu fragen, dem man vertraut. Wenn ihr euch das gar nicht vorstellen könnt: Ab zum Zahnarzt oder in die Mundgeruch-Sprechstunde. Die wissen, was zu tun ist.
  • Diese Lebensmittel begünstigen den Geruch
    Bestimmte Speisen sind geruchsintensiver als andere, wenn sie im Mund zersetzt oder anschliessend im Magen verdaut werden. Besonders bei zuckerhaltigen Lebensmitteln oder solchen mit viel Eiweiss – Käse und Fleisch zum Beispiel – ist das der Fall. Bei der Verdauung von Proteinen etwa, entsteht als Nebenprodukt Ammoniak, das für einen übel riechenden Atem sorgt.
  • Auch Stress kann Mundgeruch verursachen
    Denkt daran, öfter mal ein bisschen Zen-Time einzulegen: Menschen, die viel Stress haben, leiden nämlich oft an Mundtrockenheit – was die perfekte Voraussetzung für Mundgeruch ist.
  • Das hilft
    Reinigung is key! Wer täglich zweimal Zähne putzt – einmal davon in Kombination mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten – und zusätzlich die Zunge reinigt, hat schon mal einen wichtigen Schachzug bei der Mundgeruch-Bekämpfung gemacht. Auch viel Wasser zu trinken, kann helfen die Bakterien regelmässig rauszuspülen. Von Lebensmitteln wie Schwarztee wird sogar behauptet, dass sie wegen der enthaltenen Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) die Bakterienentstehung im Mund hemmen sollen.
  • Das eher nicht
    Wer glaubt, dass ständiges Kaugummi kauen hilft, den müssen wir leider enttäuschen. Das enthaltene Menthol wirkt nämlich nur an der Oberfläche. Auch mit antibakteriellen Mundspülungen solltet ihr vorsichtig sein: Zu häufiges Spülen kann nämlich das Bakterien-Gleichgewicht im Mund durcheinander bringen.

Würdet ihr jemandem sagen, dass er Mundgeruch hat?

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