So ungeniert kopieren Zara und Co.

von Sonja Siegenthaler

15 MAI 2018

Fashion

Uns fällt in letzter Zeit vermehrt auf, wie offensichtlich Designs angesagter Brands kopiert werden. Wir haben ein paar Beweise gesammelt.

Das Phänomen des Déjà-vu-Shoppings erreicht momentan einen neuen Höhepunkt. Runway-Trends hängen mittlerweile schneller in den Schaufenstern grosser Modehäuser als die Originale der High-Fashion-Labels. Falls sich jemand an den gelben, asymmetrischen Plissée-Jupe aus der SS18 Kollektion von Céline erinnert: Eine beinahe identische Kreation gibts nun auch bei H&M. 

Verantwortlich dafür sind die Trendscouts von Zara, Mango und Co., die sich von den Kollektionen der Fashion Shows inspirieren lassen und ihre eigenen Interpretationen produzieren. 

Dass diese Kopien rechtlich überhaupt zulässig sind, hat unterschiedliche Gründe: In den USA etwa sind Modekreationen im Gegensatz zu Musik- oder Kunstwerken praktisch ungeschützt. In Europa lassen sich Copyrights auf offensichtlich sichtbare Markenzeichen, wie etwa ein Logo, machen. Kopie-Schlupflöcher - und das beweisen die Günstig-Designstücke - gibt es dabei gerade genügend.

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