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Lukasz Wierzbowski

Müsst ihr nach dem Sex auch immer niesen?

von Gina Buhl

20 MAI 2017

Health

Hatschi statt aaaahhh: Laut einem medizinischen Fachbericht gibt es Leute, die nach dem Orgasmus ungewöhnliche Reaktionen verspüren. Die fünf Kuriosesten.

Todtraurig, kränklich oder taub sind nicht unbedingt die Symptome, die wir unmittelbar mit Orgasmen verbinden – und doch gibt es anscheinend Menschen, die das tun. Das haben Wissenschaftler der Universität in Maryland jetzt herausgefunden.

Medizinisches Phänomen

Ihr Forschungsbericht "Did You Climax or Are You Just Laughing at Me?", der in der medizinischen Fachzeitschrift "Sexual Medicine Reviews" erschienen ist zeigt, dass es eine ganze Menge unüblicher Reaktionen nach dem Höhepunkt gibt. Diese fassen die Forscher unter dem Begriff "Peri-Orgasmic Phenomena" zusammen.

Für euch haben wir die weirdesten Reaktionen rausgepickt:

  • Grippe nach dem Erguss
    Beim sogenannten Post-Orgasmic Illness Syndrome werden die Betroffenen gleich von einer ganzen Reihe grippeähnlicher Symptomen heimgesucht: Schwitzen, Schüttelfrost, extreme Müdigkeit und Gereiztheit setzt die Männer in weniger als 30 Minuten nach dem Orgasmus ausser Gefecht und sorgen bis zu sieben Tage für Ausnahmezustand. Die Beschwerden treten übrigens nach jedem (!) Samenerguss auf. Klingt ziemlich verrückt – und ziemlich schlimm.
  • Unerwünschte Fuss-Orgasmen
    Ja, richtig gelesen. Laut einem klinischen Fallbericht im Beitrag beklagte sich eine 55-jährige Frau darüber, zu jedem klitoralen Orgasmus auch zeitgleich einen in ihrem linken Fuss zu bekommen. Das Kribbeln sei jedes Mal so intensiv, dass sie Taubheitsgefühle verspüre.
  • Migräne nach dem Sex
    Für die einen die wohl klischierteste Kein-Bock-auf-Sex-Ausrede der Welt, für die anderen eine ziemlich unangenehme Begleiterscheinung, während oder nach dem Höhepunkt: Migräne – oder wie sie im Zusammenhang mit dem "Peri-Orgasmic-Phänomen" genannt wird – "Coital Cephalalgia". Laut Forschern, ein "stechender Kopfschmerz, der plötzlich auftritt und bis zu drei Tage lang anhält." Frauen sind davon übrigens häufiger betroffen als Männer. Warum? Das haben die Forscher bisher noch nicht herausgefunden.
  • Wilde Niesattacken
    Laut Untersuchungen des "Sexual Medicines Reviews" sollen Niesanfälle die am häufigsten auftretenden abnormalen Orgasmus-Begleiterscheinungen bei Männern sein. Schuld daran ist wohl das autonome Nervensystem im Gehirn: "Manchmal geraten die Signale in diesem System durcheinander. Ich glaube, deshalb müssen manche Menschen schon niesen, wenn sie bloss an Sex denken. Durch einen Orgasmus kann sich das Problem noch intensivieren", so die Erklärung des HNO-Spezialisten Mahmood Bhutta im Abstract.
  • Postkoitale Traurigkeit
    Während des Orgasmus befördert uns ein wilder Hormoncocktail aus Dopamin, Oxytocin und Serotonin in den siebsten Himmel. Sobald der Sex vorbei ist, fällt der Hormonspiegel ab. Bei manchen ist diese Absenkung so stark, dass sie sich kurz nach dem Höhepunkt extrem verletzlich, alleine und todtraurig fühlen. Die Wissenschaftler sprechen hier von "Post-Coital Tristesse".

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