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Brauchts bald keine echten Models mehr?

von Jocelyne Iten

19 FEBRUAR 2018

Fashion

Shudu Gram wurde für Rihannas Make-up-Label Fenty Beauty gebucht – dabei ist sie ein Avatar.

Schon lange wissen wir vor lauter Photoshop nicht mehr, was auf Werbeplakaten oder Instagram echt und was fake ist. Aber dass nun vom Computer generierte Avatars als Models und Influencer die Mode- und Beautybranche aufmischen, ist doch ziemlich überraschend.


So ein Fake-Model ist etwa Shudu Gram. Die dunkelhäutige Schönheit hat über 37'000 Follower, makellose Haut und einen verführerischen Blick. Einige ihrer Follower, die ihre Fotos mit Kommentaren wie "Ich will deine Haut" kommentieren, wissen wohl nicht, dass Shudu fake ist – obwohl immerhin in ihrer Bio ehrlicherweise "World's First Digital Supermodel" steht. Berühmt wurde Shudu, als ihr Gesicht auf dem Insta-Account von Rihannas Make-up-Label "Fenty Beauty" aufpoppte.

I have some beautiful new work coming out!! . T-shirt by @soulskybrand . . #3dart #clo3d

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Das digitale Supermodel wurde vom britischen Fotografen Cameron-James Wilson kreiert, der bereits Real Models wie Gigi Hadid oder Devon Windsor vor der Linse hatte. "Shudu ist zwar kein echtes Model, repräsentiert aber die Models von heute. Sie ist mein Kunstprojekt. Ich will damit niemanden ersetzen, sondern folge einer Bewegung, die da draussen schon passiert", so der Brite zu "Harper's Bazaar".


Wie Shudu als Model für Fenty schon bewiesen hat, können Computer-Models aber sehr wohl echte ersetzen. Obwohl die Vorstellung ziemlich absurd ist, würde es einleuchten, dass sich immer mehr Labels aufwendige Shootingproduktionen sparen und Kampagnenbilder lieber am PC entstehen lassen. Vor allem, wenn die Models so echt und so toll aussehen wie Shudu.



Cameron-James Wilson hat auch ein Male Model am PC erstellt: Nfon Obong. Total crazy, wie verblüffend real der aussieht.

Auch die 19-jährige Miquela Sousa aka Lilmiquela ist fiktiv und bereits fett im Business. Die Halb-Brasilianerin-Halb-Spanierin hat über 600'000 Follower, wohnt in Los Angeles, ist Musikerin und Model und postet gern mal Outfits von Chanel, Vetements oder Supreme. Sozial ist sie auch noch: Sie engagiert sich für die "Black Lives Matter"-Bewegung sowie Transgender-Rechte. Eine rundum perfekte Influencerin also.

On my way to Black Panther 🖤

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Miquela hat bereits Fans aus der Beauty-Szene – obwohl man ihr ganz klar ansieht, dass sie kein echter Mensch ist: Make-up-Guru Pat McGrath postete ein Foto von ihr auf ihrem Insta-Profil und bezeichnete sie als Muse. Das Branchenportal "Business of Fashion" hat gar mit ihr gesprochen und spekuliert nun, ob die 19-Jährige bald auf dem Cover eines hochrangigen Magazins zu sehen sein wird.

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