Bewerbung
Plainpicture

9 Profi-Tipps für eine Top Bewerbung

von Irène Schäppi

19 JANUAR 2018

Job & Budget

Dass dein Dossier fehlerfrei sein sollte, ist klar. Worauf es beim Bewerben noch ankommt, hat uns ein Job-Coach verraten.

Ihr seid auf der Suche nach einem neuen Job, fühlt euch beim Bewerbung schreiben aber manchmal blockiert? Natürlich, denn ein Bewerbungsdossier muss heute top sein, um zu beeindrucken, und lässt sich darum nicht einfach aus dem Ärmel schütteln.


Denn laut Untersuchungen schauen sich Recruiter Stellenbewerbungen – egal ob off- oder online – für maximal 15 Sekunden an. Ganz schön wenig Zeit, um zu überzeugen.


Wir haben Bewerbungscoach Selma Kuyas von woweffekt.ch ausgefragt und präsentieren euch hier die Profi-Tipps für eine top Bewerbung.


1. Die Bewerbung auf den Job anpassen


"Gleich mal vorneweg: Euer Bewerbungsdossier muss an jede Stelle, auf die ihr euch bewerbt, angepasst werden. Recherchiert darum alle Infos zum Unternehmen und notiert Punkte, welche euch am hoffentlich zukünftigen Arbeitgeber besonders beeindrucken. So findet ihr Argumente, warum gerade ihr für den jeweiligen Job die oder der Richtige seid und könnt euch damit von anderen abheben."


2. Der CV ist das Herzstück


"Der Lebenslauf wird zuerst angeschaut – und da ist nicht ein crazy Layout wichtig, sondern in erster Linie der Inhalt! Ein Kurzprofil als Einstieg etwa, hilft und ist ein guter Eyecatcher. Dort könnt ihr in fünf griffigen Sätzen Werbung für euch machen, also eure Talente oder beruflichen Erfolge zusammenfassen. Das ist allerdings kein Must. Eine chronologische Auflistung eurer Berufserfahrung sowie Ausbildung dagegen schon. Personalien, Skills wie IT und Sprachen gehören ebenfalls in jeden Lebenslauf."


3. Mehr aus dem CV herausholen


"Bei der Auflistung von Berufserfahrung oder Ausbildung reicht es heute nicht, nur den Zeitraum, das Unternehmen, bzw. Ausbildungsort und eure Funktion anzuführen. Mit dieser Standardform vergebt ihr die Chance, euch im Lebenslauf von eurer besten Seite zu präsentieren. Besser: Hebt diejenigen Erfahrungen und Fakten hervor, die euch für den jeweiligen Job ideal qualifizieren und zeigen, dass ihr die gesuchten Anforderungen erfüllt."


4. Lücken im CV nicht auslassen


"Falls ihr mal eine Lehrstelle oder ein Studium abgebrochen habt und in der Zeit bis zum nächsten Job nicht auf einer längeren Reise wart: Lücken im CV einfach stehen lassen, ist ein No-go. Natürlich ist hier auch lügen (von wegen Auszeit) ein Tabu. Ein guter Tipp ist darum, diese Leerlaufphasen als einen Mehrwert zu verpacken. Realistische Lückenfüller wie selbst erlerntes Fachwissen, Online-Kurse oder auch eine Unternehmensgründung (selbst wenn ihr zu Hause mit Seifen- oder Duftkerzen-Entwicklung experimentiert), zeigen dem Recruiter, dass ihr in jeder Situation motiviert seid."


5. Foto als zusätzlicher Blickfang


"Ein Bewerbungsfoto ist heute kein Muss mehr. Es ist aber schon so, dass der Recruiter mit einem sympathischen Foto schon mal einen ersten Eindruck von euch bekommt. Allerdings wirken Snaps mit dem Handy aus den Ferien oder von Social Media mit einem herzigen Filter unprofessionell und der Recruiter nimmt euch – sogar mit einem mega CV – nicht mehr ernst. Geht also zu einem Profi. Oder wenn zu teuer: Auf der Berufsmesse von Yousty könnt ihr gratis ein Porträtfoto schiessen lassen."


6. Referenzen: ja oder nein?


"Hier gehen die Meinungen auseinander. In Bewerbungsratgebern liest man oft, dass Referenzen erst im Vorstellungsgespräch abgegeben werden. Recruiter empfinden es aber als Mehraufwand bei diesem Punkt nachfassen zu müssen und sehen die Standardfloskel "Auf Anfrage" darum eher ungern. Bei den Referenzen muss es sich übrigens nicht immer um Vorgesetzte handeln, ihr könnt auch ruhig mal jemanden angegeben, mit dem ihr super zusammengearbeitet habt."


7. Begleitbrief optisch an CV anpassen


"Es macht Sinn, wenn das Bewerbungsschreiben im gleichen Design wie der Lebenslauf gestaltet ist – schliesslich gilt eure Bewerbung als Komplettpaket."


8. Kein Roman als Bewerbungsschreiben


"CV-Zusammenfassungen oder ausufernde Bewerbungsschreiben – mehr als eine Seite ist too much – gelten als ineffizient. Vielmehr geht es hier darum, eure Motivation für die Stellenbewerbung optimal rüberzubringen. So könnt ihr zeigen, dass ihr euch mit der ausgeschriebenen Stelle auseinandergesetzt habt. Dabei unbedingt Floskeln oder Übertreibungen vermeiden, das spricht keinen Arbeitgeber an und wirkt unehrlich."


9. Aufbau des Bewerbungsschreibens


"Hier reichen fünf Abschnitte: 1. Warum interessiert ihr euch für die Stelle und was sind die Herausforderungen? 2. Was sind eure Kernkompetenzen? Falls möglich, mit Beispielen belegen. 3. Was ist euer Mehrwert für die Firma? 4. Was begeistert euch an der Firma? 5. Hier könnt ihr eure Motivation beschreiben und eine Schlussformel mit readyness für eine Kontaktaufnahme anfügen."

Selma Kuyas ist ausgebildeter Job Coach und Bewerbungsexpertin sowie Inhaberin und Gründerin von woweffekt.ch

Noch mehr von uns

Was hältst du von diesem Artikel?

  • :(
  • love it no Data :(
  • haha no Data :(
  • wow no Data :(
  • traurig no Data :(
  • wütend no Data :(
  • love it
  • haha
  • wow
  • traurig
  • wütend