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6 Dinge, die du über Herpes wissen musst

von Gina Buhl

14 MÄRZ 2018

Health

Gut 90 Prozent aller Schweizerinnen und Schweizer tragen das Herpes-Virus in sich, doch die wenigsten wissen wirklich Bescheid darüber. Zeit, das zu ändern.

Sie kribbeln, jucken und brennen, sehen eklig aus und verschwinden nach etwa einer Woche wieder: Herpes-Bläschen, die wahrscheinlich jeder von uns kennt. Viel darüber wissen tun wir allerdings nicht. Ganz schön blöd, wenn man bedenkt, dass es fast jeden von uns betrifft: vier von fünf Menschen tragen das Herpes-Virus nämlich in sich. Doch nur wenige bemerken ihre Infektion – und stecken andere so unwissentlich mit den Viren an.

Deshalb wollen wir für etwas Klarheit sorgen. 6 Fakten, die euch interessieren dürften.

1. So entsteht Herpes

Erstmal zu den Basics: Für die am häufigsten vorkommenden Infektionen im Gesicht, wie Lippen- oder auch Augenherpes (ja, das gibts auch), ist meist der Herpes-Simplex-Virus-Typ 1 verantwortlich, während der HSV-Typ 2 überwiegend Genitalherpes auslöst. Bei Genitalherpes handelt es sich um eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten.

2. So wirds übertragen

Oral, vaginal, manuell: Herpes wird auf viele Arten übertragen. Und zwar immer dann, wenn Körperteile einer infizierten Person mit dem einer herpesfreien Person in Kontakt tritt. Während der Herpes Typ 1 vor allem über Speichelkontakt verbreitet wird, etwa durch Küssen oder das gemeinsame Verwenden von Besteck, Gläsern oder Zahnbürsten, hängt die Herpesinfektion der Genitalien stark von Safer-Sex ab – denn Genitalherpes wird hauptsächlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen.

3. Das Immunsystem ist schuld

Ob und wann es zu einem Ausbruch kommt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Ursache Nummer eins aber ist ein schwaches Immunsystem. Die Auslöser sind vor allem Erkältungen oder grippale Infekte, Fieber oder hormonelle Schwankungen, etwa während der Mens. Doch es gibt noch etwas, das den Ausbruch begünstigt...

4. Stress ist ein Herpes-Booster

Auch Stress schwächt das Immunsystem enorm. Deshalb haben viele Menschen die Tendenz, besonders in stressigen Zeiten Herpes zu bekommen. Genauso wie Ekelgefühle, die ebenfalls mit einer Schwächung des Immunsystems in Verbindung gebracht werden, sind also auch emotionale und körperliche Belastungen oftmals der Startschuss für den Ausbruch.

5. So macht sie die Infektion bemerkbar

Die juckenden und nässenden Bläschen an den Lippen (oder an den Augen und im Mund) werden häufig von grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Gliederschmerzen begleitet. Beim Genitalherpes sind bei Männern besonders Penis-Schaft, Eichel und Vorhaut von den Bläschen betroffen, bei Frauen kann sich die Infektion über Vagina und Vulva bis auf den Gebärmutterhals und die Dammregion ausbreiten.

6. Herpes ist nicht heilbar

Ganz schön gemein: Herpes ist ein Virus, das - einmal im Körper - auch da bleibt. Unser Immunsystem erkennt die Virus-DNA nämlich nicht als Gefahr an, sodass es sie auch nicht bekämpft. Sie versteckt sich in den Nerven und stellt in bestimmten Situationen neue Viren her, die für die Bläschen sorgen.

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