wald
Lukasz Wierzbowski

3 gute Gründe, öfter in den Wald zu gehen

von Marie Hettich

20 AUGUST 2017

Health

Heute noch nichts vor? Dann ab in den Wald! Dort tun wir Körper und Seele nämlich so viel Gutes, dass kein Spa mithalten kann.

Der Wald hat etwas Magisches. Gerade für Stadtmenschen, die im Alltag so gut wie gar nicht mit der Natur in Berührung kommen, gibts kaum etwas Entschleunigerendes, als ab und zu darin unterzutauchen. Die Japaner haben dafür einen Namen: "Shinrin Yoku" bedeutet "ein Bad in der Waldluft nehmen". Der Trip in die Natur ist fest in der japanischen Gesundheitsvorsorge verankert – wer will, dass es ihm gut geht, verbringt viel Zeit im Wald.

Dass das Ganze kein Hokuspokus ist, haben verschiedene Studien bewiesen. Die Wissenschaft ist sich mittlerweile einig: Für Körper und Psyche ist der Wald eine Wohltat. Denn wenn wir Waldluft einatmen, atmen wir einen "Cocktail aus bioaktiven, medizinisch wirksamen Substanzen" ein, den die Bäume zum Kommunizieren untereinander, aber auch zum Schutz gegen Schädlinge produzieren. Und dieser Cocktail tut uns extrem gut – auf dreifache Weise:

  • Die Abwehrkräfte werden gestärkt
    Ein Professor der Nippon Medical School in Tokio hat eine Gruppe Grossstädter vor und nach einem Wochenendausflug in die Natur untersucht. Die Probanden waren am ersten Tag zwei, am zweiten Tag vier Stunden im Wald spazieren. Das Ergebnis der Studie ist beeindruckend: Noch über einen Monat später war die Aktivität der sogenannten Killerzellen im Immunsystem, die der Virenabwehr, aber auch der Krebsprävention und -bekämpfung dienen, um ein Vielfaches höher als vorher.
  • Wir bauen Stress ab
    Die Chiba University in Japan hat für eine Studie ebenfalls eine Gruppe 30 Minuten lang in den Wald geschickt, um die Wirkung auf die Psyche zu untersuchen.Im Vergleich zu den Werten, als alle Probanden den ganzen Tag in der Stadt verbrachten und keine Sekunde lang im Wald waren, tat sich da einiges: Die Aktivität des sympathischen Nervensystems ging zurück , der Puls wurde ruhiger, der Blutdruck sank und auch die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol war geringer. Gleichzeitig nahm die Aktivität des Parasympathikus, der auch als Ruhenerv bezeichnet wird, zu.
  • Unsere Stimmung wird besser
    Eine andere Studie mit knapp 500 Teilnehmern konnte beweisen, dass ein Ausflug in den Wald nicht nur glücklicher macht, sondern uns auch unseren Mitmenschen gegenüber wohlgesinnter stimmt – und wir uns obendrauf auch noch um einiges lebendiger fühlen. "Der Wald kann definitiv Therapeutisches leisten", so die Forscher.

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